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Tätigkeitsbericht der AG28

AG28 - Gendermedizin in der Kardiologie (gegründet FT 2001, verlängert bis JT 2019)

Sprecher

Dr. Birke Schneider

Stellvertreter

Dr. Peter Ong

Arbeitsgruppen-Sitzungen

Forschungsprojekte

  • Zusammenstellung: Genderaspekte in bei HerzKreislauferkrankungen.

    European Heart Journal

    doi:10.1093/eurheartj/ehv598

    Gender in cardiovascular diseases: impact

    on clinical manifestations, management,

    and outcomes

    Vera Regitz-Zagrosek1,Sabine Oertelt-Prigione, Eva Prescott, Flavia Franconi, Eva Gerdts, Anna Foryst-Ludwig, Angela H.E.M. Maas8, Alexandra Kautzky-Willer

    Dorit Knappe-Wegner, Ulrich Kintscher, Karl Heinz Ladwig11,

    Karin Schenck-Gustafsson, and Verena Stangl

Weitere Informationen

Tätigkeitsbericht Arbeitsgruppe 28 Gendermedizin für 2016

Die Arbeitsgruppe hat sich im letzten Jahr auf der Frühjahrstagung in Mannheim eine Sitzung zum Thema „Herz und Hormone“ mit translationalen Inhalten organisiert, die sehr gut besucht war (>80 % besetzt).

Im Mittelpunkt der Arbeiten der Arbeitsgruppe seit 2015 stand die Ko-Organisation eines Internationalen Kongresses zur Geschlechterforschung in der Medizin am 22. und 23. September 2015 in Berlin. Zu diesem BMBF geförderten Kongress haben sich insgesamt über 200 TeilnehmerInnen eingefunden, darunter hochkarätige internationale Gäste aus USA, Südafrika, Japan und Kanada. Kardiovaskuläre Erkrankungen waren ein Schwerpunkt.

Herausragend in der AG ist die Arbeit von Frau Dr. Birke Schneider, die in der Heart Failure Assoziation der ESC ein Positionspapier über die Tako Tsubo Kardiomyopathie organisiert hat.

Wichtig für die weitere Entwicklung der Gendermedizin waren eine Keynote Lecture beim Kongress der amerikanischen „Organisation of study of sex differences“ im April 2015, die Ko-Organisation des Kongresses der American Physiological Society zum Thema Sex differences in physiology (mit Jane Reckelhoff) und ein Vortrag in der Académie Francaise „Dimorphisme Sexuel“ durch Vera Regitz-Zagrosek.

Um die Bevölkerung für die genderspezifischen Aspekte zu sensibilisieren haben Mitglieder der Arbeitsgruppe deutschlandweit Patientenseminare und Informationsveranstaltungen organisiert, unter anderem in Bremen (Dr. U. Seeland).

In Bayreuth fanden im Oktober 2016 die 2. Bayreuther Frauenfestspiele (Fortbildung von Frauen für Frauen) statt, wo Frau Prof. A. Baessler (Universitäres Herzzentrum Regensburg) einen Vortrag über „Herzinsuffizienz-Update und genderspezifische Aspekte“ hielt.

Innerhalb der AG 28 ist die AG Gendermedizin des Berufsverbandes der niedergelassenen Kardiologen (BNK) seit ihrer Gründung im Jahr 2010 bestrebt, genderspezifische Aspekte in Diagnostik und Therapie bei kardialen Erkrankungen auch im ambulanten Bereich zu etablieren.

Das vor 3 Jahren eröffnete TakoTsubo Register zu Langzeitdaten wurde und wird stetig weiter fortgeführt. Die von den BNK-Mitgliedern eingereichten Bögen zur Erst- und Folgedokumentation werden erfasst und ausgewertet.

Im Rahmen der CardioSelect-Veranstaltung wurde eine eigene Fortbildungsreihe zum Thema Gendermedizin in der Therapie bei Mann und Frau entwickelt und bundesweit 11 Veranstaltungen durch der Mitglieder der AG unterstützt.

Einer der Höhepunkte war die erfolgreiche Veranstaltung zum Thema Lipidtherapie in der Gendermedizin auf der BNK-Jahreshaupttagung in Berlin.

Auf dem Echokardiographie-Kongress in Köln im November 2016 wurde erstmals über die Besonderheiten der Frauen in der Echokardiographie referiert (Dr. I. Kruck)

Studien:

In Berlin wurde die BEFRI Studie (Berliner Risiko Evaluation bei Frauen – Regitz-Zagrosek/Schnabel, weitere AG Mitglieder) abgeschlossen und unter Beratung von Birke Schneider ein Projekt zur Tako Tsubo Kardiomyopathie (mit Ute Seeland, V Regitz-Zagrosek) gestartet.

Von AG Mitgliedern wurden gemeinsame Studien zu Gender in der Prävention auf einen call des BMBF eingereicht. Die Begutachtungsergebnisse werden für November 2016 erwartet.

Gemeinsame Publikationen:

Sex Differences in Correlates of Intermediate Phenotypes and Prevalent Cardiovascular Disease in the General Population.

Schnabel RB, Wild PS, Prochaska JH, Ojeda FM, Zeller T, Rzayeva N, Ebrahim A, Lackner KJ, Beutel ME, Pfeiffer N, Sinning CR, Oertelt-Prigione S, Regitz-Zagrosek V, Binder H, Münzel T, Blankenberg S; Gutenberg Health Study Investigators..

Front Cardiovasc Med. 2015 Apr 15;2:15.

Cardiovascular risk factor distribution and subjective risk estimation in urban women--the BEFRI study: a randomized cross-sectional study.

Oertelt-Prigione S, Seeland U, Kendel F, Rücke M, Flöel A, Gaissmaier W, Heim C, Schnabel R, Stangl V, Regitz-Zagrosek V.

BMC Med. 2015 Mar 16;13:52.

Planung bis Frühjahr 2018:

Dezember 2016,

15.12.2016, ist in Berlin ein Treffen der AG 28 mit Mitgliedern der DGesGM vorgesehen.

Finanzierung: DGesGM

FT 2017,

Die AG 28 plant ein Seminar in Mannheim, bei der FT 2017, gemeinsam mit der AG 32 für Sportkardiologie. Dabei sind auch Wahlen der zukünftigen Sprecher und der Mitglieder des Nukleus vorgesehen. Sie werden von der Mitgliederversammlung aus dem Kreis der Mitglieder der Arbeitsgruppe mit einfacher Mehrheit für die Dauer von 2 Jahren in geheimer Wahl gewählt.