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AG26 Aortenerkrankungen

Gegründet FT 2000, verlängert bis FT 2018.

Ziele und Aufgaben

Die Arbeitsgruppe Aortenerkrankungen beschäftigt sich aus kardiologischer Sicht mit allen hypertonieassoziierten Erkrankungen der Aorta (Aneurysma, Dissektion, intramurale Hämorrhagie und penetrierendes Aortenulcus). Darüberhinaus stehen die kongenitalen Aortenerkrankungen (Aortenisthmusstenose, Malformationen, bikuspidale Aortenklappe), ebenso wie die genetischen Erkrankungen der Aorta (Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom Typ I-III, etc.) im Mittelpunkt des Interesses. Auch iatrogene und traumatische Aortenerkrankungen sowie inflammatorische Erkrankungen und die Aorta als Emboliequelle sind Gegenstand der klinischen und wissenschaftlichen Beschäftigung. Im Rahmen der Diagnostik favorisiert die Arbeitsgruppe den integrativen Ansatz mit komplettem Gefäßstaging bei allen Aortenerkrankungen (ähnlich wie in der Onkologie) unter Einbeziehung von Koronarangiographie, TEE, IVUS, CT und MRT; nach wie vor ist die Letalität, vor allem akuter Aortendissektionen, hoch und kann trotz klassischer Therapie im ersten Jahr zwischen 25 und 50 % betragen. Im Rahmen neuer therapeutischer Ansätze beschäftigt sich die Arbeitsgruppe bevorzugt mit interventionellen Therapieverfahren zur Behandlung des akuten Aortensyndroms wie perkutane Versorgung mit Stentgrafts sowie mit interventioneller Fenestrierung. Stentgrafts können bei Versiegelung des proximalen Entrys einer Dissektion die Wandspannung im falschen Lumen der Dissektion senken und eine therapeutische Thrombosierung des falschen Lumens herbeiführen und so zur Stabilisierung der gesamten dissoziierten Aorta führen („aortic remodeling“), während der kathetertechnische Fenestrierung der Dissektionslamelle eine periphere Organischämie rasch beseitigen kann. Beide interventionellen Verfahren zeigen in ersten vergleichenden Untersuchungen zur chirurgischen Technik eine deutlich geringere Komplikationsrate. Wesentlich bei allen Aktivitäten der Arbeitsgruppe ist die Interaktion mit Nachbardisziplinen wie Radiologie, Herz- u. Thoraxchirurgie, medizinische Genetik und Neurologie mit dem Ziel, nicht nur die klinische Effizienz zu steigern, sondern den Komplex der Aortenerkrankungen wissenschaftlich erfolgreich zu begleiten.

Sprecher

Dr. Rolf Alexander Jánosi
Universitätsklinikum Essen
Klinik für Kardiologie
Hufelandstr. 55
45122 Essen
Deutschland
Tel.: 0201 723-4807
Fax: 0201 723-5931
alexander.janosi@uk-essen.de

Stellvertreter

Priv.-Doz. Dr. Stephan Kische
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und konserv. Intensivmedizin
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
Deutschland
Tel.: 030 130-231174
Fax: 030 130-232063
stephan.kische@vivantes.de