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Tätigkeitsbericht der AG17

AG17 - Thorakale Organtransplantation (gegründet FT 1994, verlängert bis FT 2017)

Sprecher

Priv.-Doz. Dr. Andreas O. Dösch

Stellvertreter

Prof. Dr. Udo Boeken

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Die Arbeitsgruppe 17 „Thorakale Organtransplantation“ der DGK führte 2014 insgesamt 2 wissenschaftliche Meetings durch.

Das traditionelle Wintermeeting der AG 17 fand am 16./17. Januar 2014 in Bad Oeynhausen statt. Neben den organisatorischen Fragen der Arbeitsgruppe stand der wissenschaftliche Austausch von Fragen der präklinischen und klinischen thorakalen Transplantationsmedizin im Vordergrund der Vorträge und Diskussionen.

In 3 interessanten Sitzungen konnten sich die Teilnehmer am Folgetag über Ansätze zur individualisierten Therapie nach Herztransplantation, sensible Punkte in der Transplant-Nachsorge und Methoden der Patientenselektion für Transplantation und VAD informieren lassen. Weiterhin stand die Entwicklung des Herz-Allokationscores („CAS“) und neue Aspekte des Abstoßungsmonitorings (AlloMap) im Mittelpunkt. Hierbei sind die Sprecher der Arbeitsgruppe via Eurotransplant aktiv an der CAS-Implementierung beteiligt.

In der ersten Sitzung unter dem Vorsitz von Prof. Boeken (Düsseldorf) und Prof. Stypmann (Münster) berichtete Dr. Uwe Fuchs aus Bad Oeynhausen über Methoden des konventionellen Abstoßungsmonitorings. Prof. Ensminger aus Bad Oeynhausen gab einen Überblick über klinische und experimentelle Daten zu Biomarkern und Immunmonitoring nach Herztransplantation. Ergänzt wurde der Vortrag durch detaillierte Einblicke in die zu diesem Thema langjährig von Prof. Ensminger mit seiner Arbeitsgruppe in Erlangen gesammelten tierexperimentellen Daten. Abgerundet wurde dieser Diskussionspunkt durch Herrn Prof. Milting aus Bad Oeynhausen der einen detaillierten Einblick in die Möglichkeiten und Methoden der Kardiogenetik gab.

Im zweiten Teil des Vormittags waren sensible Punkte in der Transplantationsnachsorge das Thema. Mit Herrn Prof. Stockfleth aus dem St. Josef Hospital Bochum konnte ein renommierter Fachmann gewonnen werde, der mit immenser persönlicher Erfahrung einen intensiv diskutierten Vortrag zu den dermatologischen Besonderheiten in der Transplant-Nachsorge hielt. Frau Dr. Tigges-Limmer aus Bad Oeynhausen konnte im Anschluss fesselnd über die psychologischen Aspekte der Betreuung von Patienten nach Transplantation und nach Implantation eines Kreislaufunterstützungssystems berichten.

In der letzten Sitzung konnten PD Dr. med. Dösch (Heidelberg) und Prof. Ensminger (Bad Oeynhausen) eine lebhafte „Pro“-„Con“-Debatte zum Thema: „Was ist besser: VAD oder Transplantation“ moderieren. Protagonisten waren mit Ihren Pro/Con-Referaten OA Dr. Michiel Morshuis aus Bad Oeynhausen („VAD ist besser“) und OA Uwe Schulz aus Bad Oeynhausen („Herztransplantation ist besser“). Abschließend gab OA Schulz stellvertretend für andere an der Entwicklung beteiligte Mitglieder der AG einen Überblick über den Entwicklungsstand des Herzallokations-Scores „CAS“.