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Herzinfarkt: Geringere Sterblichkeit in Kliniken mit Herzkatheter

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Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona

Barcelona/Ludwigshafen/Main/Trier, 3. September 2014 – Die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt ist bei jenen Patienten geringer, die in ein Krankenhaus mit einem Herzkatheter eingeliefert werden, als bei solchen, die in eine Klinik ohne Katheter kommen. Das zeigen die Daten aus dem Myokardinfarkt-Register Rheinland-Pfalz (MIR-RLP Register), die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurden. Am MIR-RLP nehmen alle Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz mit einer Fachabteilung für Innere Medizin teil, erfasst werden alle Fälle von ST-Hebungsinfarkt (STEMI).

Analysiert wurden die Daten von 873 Herzinfarkt-Patienten. „Insgesamt betrug die Krankenhaus-Sterblichkeit 9,1 Prozent, trotz einer sehr hohen Reperfusionsrate“, berichtete Dr. Anselm Kai Gitt vom Herzzentrum Ludwigshafen. In Kliniken mit einem Herzkatheter-Labor und Akut-PCI lag sie bei 8,7 Prozent, in Krankenhäusern ohne eine solche Möglichkeit war sie mit 12,6 Prozent deutlich höher. „Für diese Unterschiede dürfte der zusätzliche Zeitverlust bis zur Wiedereröffnung des Infarktgefäßes verantwortlich sein“, so Dr. Gitt.

Quelle: ESC Abstract P6516 – Gitt et al: Hospital outcome of STEMI admitted to hospitals with and without PCI-facilities: results of MIR-RLP

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