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Neuer Herzbericht: Immer weniger Deutsche sterben an einem Herzinfarkt – Sterblichkeit hängt auch vom Wohnort ab

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Neuer Herzbericht: Immer weniger Deutsche sterben an einem Herzinfarkt – Sterblichkeit hängt auch vom Wohnort ab

Vom 6. – 8. Oktober 2011 findet in Düsseldorf die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt

Düsseldorf, Freitag 7. Oktober 2011 – Immer weniger Menschen sterben in Deutschland an einem Herzinfarkt, berichtet Dr. Ernst Bruckenberger, Autor des 23. Herzberichts auf der Herbsttagung der DGK in Düsseldorf. Die Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner bei den ischämischen Herzkrankheiten (= Herzinfarkt; Krankheiten als Folge schlechter Durchblutung) ist in Deutschland von 2000 bis 2010 von 203,8 auf 162,8 gesunken. Allerdings gibt es sehr starke regionale Unterschiede: Sie schwanken zwischen den Bundesländern von 136 (pro 100.000 Einwohner) in Baden-Württemberg bis 271,2 in Sachsen-Anhalt.

Der Anteil der am akuten Herzinfarkt Gestorbenen an allen Gestorbenen ist von 2000 bis 2010 kontinuierlich von 8,5 Prozent auf 6 Prozent gesunken. „Es gibt einen erfreulichen Trend bei allen Herz-Kreislauferkrankungen, deren Anteil an allen Krankheiten kontinuierlich abnimmt. Es ist in Übereinstimmung mit weltweiten Trends in den Industrienationen, dass die Mortalität des akuten Herzinfarktes und der ischämischen Herzkrankheiten ist in Deutschland von 2000 bis 2010 um etwa 20 Prozent gesunken ist“, kommentiert DGK-Präsident Prof. Dr. Georg Ertl (Würzburg) die Ergebnisse. „Die Ursachen für diese Trends sind sicherlich vielfältig, einen wesentlichen Teil könnten die Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen beitragen. Es fällt auf, wie hoch der Anteil der Patienten über 70 und über 80 Jahre ist, die einer Katheterintervention unterzogen werden. Möglicherweise tragen diese Trends zum Überleben bei, führen aber zu einer Zunahme an älteren Patienten mit vielfältigen Komorbiditäten.“

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Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)

Kerstin Krug (Pressestelle, Düsseldorf)

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7800 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.