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Inge-Edler-Forschungsstipendium

Das Inge-Edler-Forschungsstipendium wird nicht mehr ausgelobt!

Dr. Inge Edler gilt als Vater der Echokardiographie. Er wurde am 17. März 1911 in Burlöv, Schweden, geboren. Seit früher Kindheit war er an Technik, Natur und Geographie interessiert. 1930 begann er sein Medizinstudium an der Universität Lund, das er 1943 abschloss. 1952 traf Edler, mittlerweile Leiter der Abteilung Kardiologie, den Physiker Carl Hellmuth Hertz. Sie tauschten sich aus über die Probleme der exakten Herzdiagnostik und kamen so auf die Idee, die physikalischen Möglichkeiten des Ultraschalls für die Untersuchung des Herzens zu nutzen. Erste Versuche am eigenen Herzen folgten und es begannen mühsame Versuche, das Signal des gewonnenen A-Bildes richtig zu interpretieren.

1953 bekamen Edler und Hertz leihweise ein für die Herzanwendung optimiertes Gerät. 1954 erschien nach der Patentanmeldung ihre erste Veröffentlichung.
Anfang 1955 konnte Edler die Diagnose der Mitralstenose bereits ausschließlich anhand der Ultraschalluntersuchung stellen. Es folgten kontinuierliche Studien von Edler und Hertz zur Verbesserung der Ultraschalldiagnose.

1970 mussten sie die Ultraschallarbeiten abbrechen, da der Schwedische Technische Forschungsrat von Politikern übernommen wurde und die Beamten nicht glaubten, dass die Ultraschalltechnik jemals im Krankenhaus eine Rolle spielen könnte. Auch Mediziner vertraten diese Meinung.

Die Anerkennung für seine Beiträge bekam Edler erst nach seiner Pensionierung. 1977 erhielt er zusammen mit Carl Hellmuth Hertz den „Albert Lasker Award for Clinical Medical Research“ für die Entdeckung der klinischen Anwendung von Ultraschall als ein nicht-invasives Instrument in der medizinischen Diagnostik der Anomalie des Herzens, das wohl wichtigste Instrument zur nicht-invasiven Herzdiagnostik seit der Erfindung des Elektrokardiographen.

Richtlinien

Das Inge-Edler-Forschungsstipendium ist vorgesehen für junge Wissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Verbesserung der Morbidität und Sterblichkeit akuter Koronarsyndrome.
Das Forschungsstipendium ist mit EUR 25.000,- für Sachmittel ausgestattet, gefördert wird der Preis von der AstraZeneca GmbH, Wedel.

Für die Auszahlung der Fördersumme ist ein Drittmittelkonto erforderlich. Die Summe wird einmalig im Ganzen ausgezahlt. Am Ende des Förderungszeitraums, spätestens nach 24 Monaten, ist ein Abschlussbericht vorzulegen.

Nach Ablauf der Auslobungsfrist werden die Manuskripte an die Kuratoriumsmitglieder weitergeleitet, die die eingesandten Anträge begutachten und den besten auswählen. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand der DGK.

Das Stipendium muss bis spätestens sechs Monate nach Bewilligung angetreten werden.

Die Preisverleihung erfolgt in der Eröffnungsveranstaltung anlässlich der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Unterlagen

Einzureichen sind folgende Unterlagen, mit folgendem Inhalt in dieser Reihenfolge:

  • Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf
  • Thema des Forschungsvorhabens
  • Zusammenfassung in deutscher Sprache
  • Bisherige Ergebnisse und eigene Vorarbeiten
  • Ziele und Arbeitsprogramm
  • Aufstellung der benötigten Zuwendungen (max. 25.000,- Euro)
  • Eine Versicherung, dass der Antrag nicht zu einer anderen Ausschreibung eingereicht ist oder wird
  • Publikationsverzeichnis

Der Antrag ist vor Ablauf der Auslobungsfrist an die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. zu senden, und zwar als E-Mail an die Anschrift preise-stipendien@dgk.org, Betreff „Inge-Edler-Forschungsstipendium“.

Die Unterlagen sollen einzeln als pdf-Dateien angehängt sein. Der Eingang der Bewerbung wird per E-Mail bestätigt. Unvollständige oder unsortierte Unterlagen werden nicht als Bewerbung zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
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Kuratorium

Prof. Dr. Michael Böhm, Homburg/Saar (Vorsitzender)
Prof. Dr. Georg Ertl, Würzburg
Prof. Dr. Christian W. Hamm, Bad Nauheim
Prof. Dr. Hugo A. Katus, Heidelberg
Dr. Norbert Smetak, Kirchheim/Teck

Preisträger

– 2011 Dr. Till Keller, Hamburg
– 2012 Dr. Stephan Henrik Schirmer, Homburg/Saar
– 2013 Dr. Dennis Wolf, Freiburg/Bad Krozingen
– 2014 Dr. Konstantinos Stellos, Frankfurt a. Main

 

v.l. Dr. Boris Baur (AstraZeneca),Preisträger Priv.-Doz. Dr. Konstantinos Stellos, Prof. Dr. Christian W. Hamm (Foto: DGK/Thomas Hauss)

v.l. Dr. Boris Baur (AstraZeneca), Preisträger Priv.-Doz. Dr. Konstantinos Stellos, Prof. Dr. Christian W. Hamm (Foto: DGK / Thomas Hauss)