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Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis

Mit Unterstützung von m:con – mannheim:congress GmbH.

Verlängerung der Auslobungsfrist bis zum 30.11.2016

testProf. Dr. Franz Maximilian Groedel wurde am 21.05.1881 in Bad Nauheim geboren. Nach Medizinstudium in München, Gießen und Leipzig erfolgte dort die Promotion im Jahre 1904. Habilitation 1919 als Externer an der Universität Frankfurt für das Fach Röntgenologie, nachdem er bereits 1909 die Röntgenabteilung des Hospitals zum Heiligen Geist in Frankfurt übernommen hatte. Ernennung zum Prof. 1925. Übernahme der väterlichen Klinik in Bad Nauheim 1921.

Bereits 1909 gab der nicht habilitierte Groedel den „Atlas und Grundriss der Röntgendiagnostik der inneren Medizin“ heraus, an denen die namhaften Röntgenologen seiner Zeit mitarbeiteten. Dieses Standardwerk, das Prof. Groedel unter die führenden Röntgenologen einordnete, erschien bis 1924 in zwei Bänden in der vierten Auflage jeweils erneut. Die fünfte Auflage konnte 1934 nicht mehr erscheinen, da Prof. Groedel Jude war.

Als Klinikchef wurde Prof. Groedel mit dem Deutsch-Amerikaner W.G. Kerckhoff bekannt und befreundet und überredete ihn, Geld zu spenden für den Bau des W.G. Kerckhoff Institutes, das aber erst nach dem Tode des Spenders von seiner Frau in Bad Nauheim 1928-1930 gebaut wurde und heute als Max-Planck-Institut für „Physiologische und klinische Forschung“ weiter betrieben wird.

Prof. Groedel emigrierte 1933 – nachdem SA-Leute seine Klinik zunächst besetzt hatten – in die USA und war dort weiter ärztlich und wissenschaftlich tätig. 1934 erschien mit einem Vorwort aus New York „Das Elektrokardiogramm“ in zwei Bänden, durfte aber in Deutschland nicht weiter vertrieben werden.

Er war Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung und nach deren Vorbild gründete er mit seinem Freund, Prof. Bruno Kisch, das „American College of Cardiology“, dessen erster Präsident er wurde. Er blieb aber bis zu seinem Tode Direktor des Bad Nauheimer Institutes, für dessen weitere finanzielle Unterstützung er Frau Kerckhoff noch 1937 und 1938 gewinnen konnte.

Das Ersuchen der Stadt Bad Nauheim zurückzukommen, lehnte er ab, unterstützte aber großzügig sowohl die Bevölkerung als auch das Institut. Insgesamt veröffentlichte er – zum Teil mit Mitarbeitern – über 350 Publikationen, die entweder die Röntgenologie oder die Kardiologie zum Inhalt hatten. Er starb 1951. Seine Urne ist in der Familiengruft Bad Nauheim beigesetzt.

Richtlinien

Mit dem Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis werden theoretisch und klinisch tätige Wissenschaftler ausgezeichnet, deren wissenschaftliche Arbeiten sich mit Fragen der Herz- und Kreislaufforschung beschäftigen.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Verleihung erfolgt anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim

Zur Bewerbung um den Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis ist jeder Forscher oder entsprechende Forschungsgemeinschaft, unabhängig von der Nationalität, berechtigt.

Es werden nur Originalarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum in deutscher oder in englischer Sprache ausgezeichnet, die noch nicht oder innerhalb der letzten 12 Monate vor Einsendeschluß veröffentlicht wurden. Die ihr zugrunde liegende Leistung muß außerhalb des Sponsoring durch ein pharmazeutisches Unternehmen erbracht worden sein.

Die eingesandten Arbeiten werden zur Begutachtung einem Preisrichterkuratorium vorgelegt, das die besten Arbeiten auswählt. Danach entscheidet der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. über die Preisvergabe.

Ausschreibung

  1. Die Unterlagen müssen bis spätestens 31. Oktober bei der Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. eingegangen sein.
  2. Die Arbeit sollte den Umfang eines zur Publikation in einem angesehenen Journal eingereichten Manuskripts nicht übersteigen. Die Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache, die Zusammenfassung muss in deutscher Sprache abgefasst werden.
  3. Einzureichen sind folgende Unterlagen, zusammengefasst in fünf Mappen mit folgendem Inhalt in dieser Reihenfolge:
    1. Manuskript
    2. Zusammenfassung in deutscher Sprache
    3. Angabe des Eigenanteils (bei mehreren Autoren muss durch den Initiator der Arbeit der Eigenanteil des Bewerbers begründet werden)
    4. Eine Versicherung, dass die Arbeit nicht zu einer anderen Ausschreibung eingereicht ist oder wird
    5. Lebenslauf
    6. Publikationsverzeichnis

Eventuelle Anschreiben müssen ebenfalls in fünffacher Ausfertigung, in jeder Mappe eine Kopie, vorliegen.

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesendet. Unvollständige oder unsortierte Unterlagen werden nicht als Bewerbung zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
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Kuratoriumsmitglieder

  • Prof. Dr. G. Hasenfuß, Göttingen (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. U. Sechtem, Stuttgart
  • Frau Prof. Dr. D. Hilfiker-Kleiner, Hannover
  • Prof. Dr. H. Möllmann, Dortmund
  • J. Wagner, m:con, Mannheim

Preisträger

  • 2002 Prof. Dr. Rainer Schulz, Essen
  • 2003 Frau Priv.-Doz. Dr. Uta C. Hoppe, Köln
  • 2004 Prof. Dr. Gerald S. Werner, Jena
  • 2005 Dr. Norbert Frey, Heidelberg
  • 2006 PD Dr. Rüdiger Braun-Dullaeus, Dresden
  • 2007 Dr. Christoph Maack, Homburg
  • 2008 Dr. Ziya Kaya, Heidelberg
  • 2009 Dr. Oliver Müller, Heidelberg
  • 2010 Dr. Johannes Backs, Heidelberg
  • 2011 Dr. Samuel Tobias Sossalla, Göttingen
  • 2012 Prof. Dr. Thomas Thum und Dr. rer. nat. Jan Fiedler, Hannover
  • 2013 Prof. Dr. Wolfgang Linke und Nahza Hamdani, Ph.D., Bochum
  • 2014 Dr. Reinier A. Boon, Frankfurt am Main
  • 2015 Dr. Rabea Hinkel, München
  • 2016 Prof. Dr. Ziya Kaya, Heidelberg
v. l. n. r.: Prof. Dr. Andreas Michael Zeiher, Bastian Fiedler (m:con), Preisträger Prof. Dr. Ziya Kaya, Johann W. Wagner (m:con), Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck (Foto: DGK / Thomas Hauss)

v. l. n. r.: Prof. Dr. Andreas Michael Zeiher, Bastian Fiedler (m:con), Preisträger Prof. Dr. Ziya Kaya, Johann W. Wagner (m:con), Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck (Foto: DGK / Thomas Hauss)