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Bruno-Kisch-Medaille

Bruno-Kisch-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V.

Prof. Dr. Bruno Kisch wurde am 28. August 1890 in Prag geboren, starb am 12. August 1966 in Bad Nauheim und wurde in Jerusalem beerdigt. Prof. Kisch war Direktor der Abteilung für Physiologie, Biochemie und Pathophysiologie an der Universität zu Köln (1925).

Er gründete die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung am 3. Juni 1927 in Bad Nauheim. Später wurde er gezwungen, seine akademischen Ämter aufzugeben, da er von der Nazi-Regierung als „Nicht-Arier“ angesehen wurde.

Er wandte sich der medizinischen Praxis zu, behandelte kardiovaskuläre Erkrankungen und emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Seine speziellen Interessen galten den Arrhythmien des Herzens und dem Kalzium-Stoffwechsel. Er war „ein Mann unbegrenzter Neugier“ und der Erfinder jenes elektrophysiologischen Phänomens, das unter der Bezeichnung „overdrive suppression“ in die Literatur eingegangen ist.

Prof. Kisch publizierte viele wegweisende Artikel und Bücher über die Funktionsstörungen des Herzrhythmus. Er war Ko-Autor zahlreicher Beiträge von Prof. Franz M. Groedel, ebenfalls ein deutscher Emigrant und der Gründer des American College of Cardiology (ACC). Prof. Kisch war von 1951 bis 1953 Präsident des ACC.

Richtlinien

Die Bruno-Kisch-Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich außerordentliche Verdienste um die Weiterentwicklung und das Ansehen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. erworben haben.

Über die Auszeichnung mit der Bruno-Kisch-Medaille entscheidet der Vorstand der Gesellschaft. Die Verleihung erfolgt anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.

Preisträger

  • 2009 Dipl.-Kfm. Wolfgang Böttcher, ehrenamtlicher Schatzmeister der DGK von 1991 bis 2009
  • 2011 Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung von 1998 bis 2010
  • 2015 Prof. Dr. Martin G. Gottwik, Sekretär des Vorstands der DGK von 2005 bis 2014
Bruno-Kisch_Gottwik

v. l. n. r.: Prof. Dr. Stephan Felix, Preisträger Prof. Dr. Martin G. Gottwik, Prof. Dr. Christian W. Hamm
(Foto: DGK / Thomas Hauss)