Hintergrund:
Das Ausmaß der linksatrialen Fibrose kann durch Late Gadolinium Enhancement (LGE)-MRT detektiert und quantifiziert werden. Die Quantifizierung setzt eine ausgezeichnete LGE-MRT-Qualität voraus, deren Akquise sich im klinischen Alltag als schwierig erweist.
Ziel:
Ziel dieser Arbeit war es, die Bildqualität des LGE-MRT des linken Vorhofes auf mögliche Ursachen und Fehlerquellen zu untersuchen.
Material & Methoden:
70 konsekutive Patienten (60% Männer, Alter 65±12 Jahre) wurden in diese Analyse eingeschlossen. Bei allen Patienten wurden ein LGE-MRT (3,0 T MRT Verio, Siemens, Erlangen, Germany) des linken Vorhofes zur Beurteilung der linksatrialen Kardiomyopathie durchgeführt. Die Qualität des LGE-MRT wurde retrospektiv durch einen erfahrenen Arzt und 2 MTRA gemeinsam beurteilt und mit „gut“ (Abb. 1a), „mäßig“ und „schlecht“ (Abb. 1b) bewertet. Weiterhin wurden Herzrhythmus, Body-Mass-Index, Atemmitarbeit der Patienten, Inversionszeit und Navigatorsignal analysiert um den möglichen Hauptgrund für die eingeschränkte Qualität zu analysieren.
Ergebnis:
32 der akquirierten LA-Scans (46%) erhielte die Bewertung „gut“, 19 (27%) Scans wurden mit „mäßig“ und 19 Scans (27%) mit „schlecht“ eingestuft. 48 Patienten (69%) zeigten eine gute, 22 Patienten (31%) mäßige bis unregelmäßige respiratorische Mitarbeit. Der durchschnittliche Body-Mass-Index lag bei 28,8 kg/m2. 51 Patienten (73%) hatten zum Zeitpunkt der cMRT einen Sinusrhythmus, 19 (27%) Vorhofflimmern (Tabelle 1). Im Vergleich der Gruppen zeigte sich bei 38 (54%) der mit mäßig und schlecht eingestuften LA- Scans bei 12 Untersuchungen (32%) ein Navigatorpositionierungsfehler und bei 8 Untersuchungen (21%) eine falsche Inversionszeit. Signifikate Arrhythmien lagen zusätzlich bei 11 Untersuchungen (28,9%) vor (Tabelle 2).
Schlussfolgerung:
Eine optimale Darstellung der linksatrialen Fibrose mit Hilfe von LGE-MRT ist technisch anspruchsvoll und von verschiedenen Parametern beinflussbar. Unsere Arbeit konnte zeigen, dass eine eingeschränkte Qualität hauptsächlich durch fehlerhaften MR- Einstellungen hervorgerufen wird. Atemlage, Arrhythmien und Adipositas sind weitere Prädiktoren für eine schlechte Qualität stellen jedoch einen deutlich geringeren Anteil dar. Eine stetige Fort- und Weiterbildung der MTRA sowie ein individuelle Anpassung der MR- Parameter kann die Bildqualität des LGE-LA-Scans signifikant verbessern.


