| Clin Res Cardiol 106, Suppl 2, October 2017 |
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| Interventioneller Vorhofohrverschluss bei Patienten mit persistierendem LAA-Thrombus –Erfahrungen aus dem klinischen Alltag. | ||
| S. Schnupp1, K. Kögler1, K. Zintl1, J. Brachmann1, C. Mahnkopf1 | ||
| 1II. Medizinische Klinik - Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Klinikum Coburg, Coburg; | ||
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Hintergrund: Vorhofflimmern (VHF) ist mit einem erhöhten kardioembolischen Schlaganfallrisiko verbunden. Der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs (LAA) mittels Okkluder ist eine bewiesene Alternative zur oralen Antikoagulation (OAK) bei VHF-Patienten mit Kontraindikationen für die OAK. Ein persistierender Thrombus im LAA wird als Kontraindikation für die Implantation eines LAA-Okkluder gewertet. Methoden und Ergebnisse: Wir berichten über 7 Patienten (6 Männer, Alter 75 ± 1Jahre, ChadsVASC Score 3, HASBLEED Score 4), die sich im Zeitraum vom Dezember 2015 bis November 2016 zur Implantation eines LAA-Okkluders in unserer Abteilung vorstellten. Bei allen Patienten zeigte sich, trotz fortgesetzter oraler Antikoagulation (4 Patienten mit Phenprocumon, 3 Patienten unter NOAC) ein persistierender LAA-Thrombus über eine Zeitraum von mindestens 3 Monaten. Die wiederholten transösophagealen Echokardiographie (TEE) zeigten keine Größenregredienz des Thrombus, so dass aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos eine Entscheidung zur Implantation eines LAA-Okluder gestellt wurde. Verwendet wurden ausschließlich die Amulet Okkluder (St. Jude Medical). Nach transseptaler Punktion erfolgte der Wechsel auf eine LAA-Schleuse via „Extrastiff“ Draht über die linke obere Pulmonalvene. In der TEE vermassen wir das Vorhofohr in 0°, 45°, 90° und 130° zur Größenauswahl der Devices. Nach Einbringen des Devices erfolgte das Vorbringen in „fish-ball“-Technik in den LAA und die Freisetzung des Lobus. Bei gutem echokardiographischem Sitz wurde die Disc ebenfalls freigesetzt und schließlich echokardiographisch und radiologisch kontrolliert. Es erfolgte eine duale Plättchenhemmung mit Clopidogrel ASS für 6 Monate. Periinterventionell und bei der klinischen Nachsorgeuntersuchung 3 Monate nach Implantation zeigten sich bei keinem Patient eine Komplikation oder ein thrombembolisch Ereigniss. Ein sicherer Sitz des Okkluders konnte bei allen Patienten mittels TEE gezeigt 3 Monate nach Implantation gezeigt werden. Zusammenfassung: Unsere vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein interventioneller LAA-Verschluss bei Patienten mit einem persistierenden LAA-Thrombus mit einem Standarddevice möglich und sicher ist. Daher sollte diese Therapie Patienten mit persistierendem LAA-Thrombus nicht grundsätzlich vorenthalten werden. Größere Kohorten und eine längere Nachsorge sind notwendig, um diesen Eingriff in der klinischen Routine bei diesen Patienten prinzipiell zu empfehlen. |
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http://www.abstractserver.de/dgk2017/ht/abstracts//P546.htm |