| H349 | PTA der Nierenarterienstenose: Klinisch sinnvoll oder Gefäßkosmetik? |
| G.Biamino | |
| Herzzentrum Universität Leipzig, Klinische und Interventionelle Angiologie, Leipzig. | |
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Vor nahezu 30 Jahren wurde die erste Dilatation einer Nierenarterie erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse in den Folgejahren zeigen eine uneinheitliche Beeinflussung der arteriellen Hypertonie und in der Tendenz eine Stabilisierung der Nierenfunktion. Die Restenoserate war jedoch mit nahezu 50% sehr hoch. Die Einführung von Stents führte zu einer Reduzierung der Restenose auf 14%. Neuere Studien zeigen, dass mit den modernen Stenttechniken eine sekundäre Durchgängigkeitsrate von nahezu 100% erreicht werden kann. Mehrere Langzeituntersuchungen konnten eine positive Beeinflussung der Nierenfunktion sowie eine Senkung der Medikamentenanzahl bei arterieller Hypertonie belegen. Viele Fragen bleiben jedoch offen. Er liegen in der Tat keine Zahlen vor, die eine zuverlässige Abschätzung der Inzidenz der Nierenarterienstenose bei KHK erlauben: die Angaben schwanken zwischen 8% und 25%. Die Festlegung des optimalen Zeitpunktes für eine Intervention ist weiterhin offen. Schließlich ist die Diskussion über DES und Nierenarterienstenose naheliegend. Zusammenfassend kann man zur Zeit nur feststellen, dass das Stenting von Nierenarterienstenosen eine relativ einfache Prozedur mit zuverlässigem Ergebnis darstellt. Große Studien sind notwendig, um über das Langzeitnutzen Auskunft zu geben. |