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Die Aortenstenose ist gehört zu den häufigsten Klappenfehlern im Erwachsenenalter. Im Alter(<70 J) verdoppelt sich der Anteil der degenerativen Formen im Vergleich zu den postinflammatorischen (rheumatisch, endokarditisch) und kongenitalen Formen (Mayo Clin Proc 62:119,1987). Sub-(HOCM) und supravalvuläre Stenosen sind sehr selten. Die HOCM liegt in verschiedenen Formen (subvalvulär, mittventrikulär)vor, die in ca. 50% der Fälle familiär gehäuft und meist mit einer Mutation des Myosingens assoziert sind. Hier ist eine PTSMA/TASH heute die Therapie der Wahl. Das klinische Bild der valvulären Aortenstenose wird bei variabler Symptomatik (asymptomatisch bis Angina, Dyspnoe oder Synkope) durch den Auskultationsbefund (variabler 2. HT, mittel- bis niederfrequentes systolisches Intervallgeräusch)vorgegeben. Die nichtinvasive Diagnostik stützt sich auf die Farbdopplerechokardiographie (domgestellte immobile Klappe, Knopflochstenose) mit eingeschränkter Öffnungsamplitude, Flußbeschleunigung über dem LVOT), die die Öffnungsfläche ermitteln läßt und eine Einteilung in leichte (<1,15 cm2), mäßiggradige (1,0-1,5 cm2) und hochgradige (<1,0 cm2) Formen gestattet. Die invasive Diagnostik bestätigt den Druckgradienten bei simultaner Registrierung in LV und Aorta und ermöglicht die gleichzeitige Koronardiagnostik. Die Prognose der asymptomatischen Aortenstenose unterscheidet sich wesentlich von den symptomatischen Form(Kelly TA AJC 1988), die einen Klappenersatz (AOKE) benötigen. Weitere OP-Indikationen sind die Zunahme der LV-Hypertrophie in EKG und Echo, eine zunehmende LV Dilatation und eine maximaler systolischer Druckgradienten von >50 mm HG. Eine Valvuloplastie ist keine Alternative zum AOKE wegen ihrer hohen Rezidivrate und stellt allenfalls eine palliative Therapie bei schwerkranken Patienten oder ein “Bridging” bei eiligen nicht kardialen Therapien (z.B. Tumoroperationen) dar. In der Grauzone der asymptomatische Stenose bei bereits grenzwertigem Gradienten oder intermediärer KÖF kann die Stressechokardiographie gemäß AHA-Empfehlungen bei der Indikationstellung zum Klappenersatz helfen. Bei hochgradigen Stenose ist eine Ergometrie in der Regel kontraindiziert.
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