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Die Mehrzahl der Herzen mit terminal eingeschränkter Pumpfunktion weisen eine erhebliche Dilatation der linken Herzkammer auf. Bei der dilatativen Kardiomyopathie ist diese Aufweitung der Herzkammern das pathologische Korrelat, während es bei der ischämischen Kardiomyopathie ein Begleitbefund darstellt. Letztendlich resultiert in beiden Fällen eine vergrößerte Wandspannung und damit ein vermehrter Sauerstoffbedarf des erkrankten Herzens, der im Circulus vitiosus der progredienten Herzinsuffizienz mündet. Standardtherapie für solche Erkrankungen ist die Herztransplantation. In Ermangelung einer Transplantationsmöglichkeit wurde in Brasilien durch R. Batista eine chirurgische Verkleinerung des linken Ventrikels entwickelt, welche die Wandspannung und damit den Sauerstoffverbrauch des Herzens wieder senkt. Begleitend dazu werden Mitralvitien korrigiert. Klinische Studien zeigten, dass die 1-Jahresüberlebensrate mit der der Herztransplantation weitgehend identisch ist, sich jedoch ein erheblicher Teil der Patienten nach 2-3 Jahren wieder deutlich verschlechtert. Im eigenen Krankengut überlebten 10 von 12 Patienten ein Jahr. Ein Patient starb früh im Multiorganversagen, der andere nach 10 Monaten am plötzlichen Herztod. Insbesondere der letzte Patient unterstreicht die bis heute ungelöste Problematik der ventrikulären Arrhythmien, für die mancherorts eine prophylaktische ICD-Implantation erfolgt. Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass die sog. Batistia-Operation nicht als Überbrückungsmaßnahme zur Transplantation geeignet ist, aber im Einzelfall insbesondere bei bestehender dilatativer Kardiomyopathie einen hervorragenden Langzeitverlauf erlaubt. Sie kann daher individuell als Alternative zur Herztranstplantation angesehen werden.
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