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Die kardiale Resynchronisationstherapie mittels links- oder biventrikulärer Stimulation hat in den letzten Jahren zunehmende Akzeptanz in der Therapie von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz und ventrikulären Leitungsstörungen erlangt. In den aktuellen Leitlinien der ACC/AHA wurde daher bereits eine mögliche Indikation bei Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA III-IV, Ejektionsfraktion <= 35%, linksventrikulärem enddiastolischem Durchmesser >= 55 mm und QRS-Breite >=130 ms konstatiert. Legt man diese Kriterien zugrunde, so ist bei ca. 30% der implantierten Patienten keine wesentliche funktionelle Verbesserung zu erwarten. Wahrscheinlich ist dies unter anderem dadurch bedingt, daß die bisher verwandten Kriterien nicht die mechanische Dyssynchronie der ventrikulären Kontraktion erfassen, die wesentlich für die Beeinträchtigung der linksventrikulären Hämodynamik ist. Daneben sind die Effekte der Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Vorhofflimern vermutlich geringer als bei solchen im Sinusrhythmus. Derzeit wird intensiv untersucht, welche zusätzlichen Verfahren geeignet sind, den Therapie-Responder der Resynchronisationstherapie besser zu identifizieren. Die invasive Testung der Hämodynamik ist hierfür geeignet, ist für die klinische Routine jedoch oft zu aufwendig. Dagegen spielen insbesondere echokardiographische Verfahren eine zunehmendeRolle, z.B. die Gewebe-Doppler-Echokardiographie. Eindeutige echokardiographische Kriterien, die einen Therapie-Erfolg eindeutig vorhersagen könen, sind bisher jedoch nicht definiert. Das Referat soll einen Überblick über die derzeit gültigen Kriterien geben, welche zur Indikationsstellung zur biventrikulären Stimulation erfüllt sein sollten.
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