| P392 | Vergleich von Lasso- und Revelation Helix Katheter bei der elektrophysiologisch geführten Pulmonalvenenablation bei therapierefraktärem Vorhofflimmern. |
| M.Stemberg, K.Magnusson, R.Niehues, E.G.Vester | |
| Abteilung für Kardiologie, Evangelisches Krankenhaus, Düsseldorf. | |
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Einleitung: Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns (AF) bietet langfristig nur geringe Erfolgsraten. Kathetergestützte Ablationsverfahren intendieren die Eliminierung des Arrhythmietriggers durch elektrische Isolation der Pulmonalvenen (PV) vom atrialen Gewebe. Ziel der vorliegenden Studie ist der Vergleich zweier Kathetersysteme hinsichtlich der Effektivität und des Auftretens von Komplikationen. Methoden: Wir führten bei 38 Patienten (Pat) eine PV-Ablation nach elektrophysiologischem Ansatz durch, bei 24 Pat verwendeten wir einen Lasso Katheter der Firma Biosense Webster, bei 14 Pat einen Revelation Helix Katheter der Firma Cardima. Die Sicherheit des Verfahrens wurde durch eine PV-Angiographie und eine TEE vor und nach Ablation sowie Angio-CT und TEE nach 3 Monaten überprüft. Die Erfolgskontrolle wurde mittels Tele-EKG, Langzeit-EKG sowie durch Befragung vorgenommen. Ergebnisse: Insgesamt wurden 104 PV abladiert. Bei 12/37 Pat (32%, 1 lost to F/U) ließ sich im Nachbeobachtungszeitraum (1-20, im Mittel 6 Monate) ein stabiler Sinusrhythmus dokumentieren, bei 5/37 Pat (14%) nahm die Häufigkeit des AF ab (Teilerfolg), 20/37 Pat (54%) erfuhren ein Rezidiv. Im Gesamtkollektiv wiesen Pat mit paroxysmalem AF (pAF) (n=28) eine Erfolgsrate von 43% und eine Teilerfolgsrate von 14% auf, während Pat mit persistierendem AF (n=9) eine Erfolgsrate von 0% und eine Teilerfolgsrate von 11% aufwiesen. 24 Pat wurden mit dem Lasso Katheter behandelt, in dieser Gruppe betrug die Erfolgsrate 39% (9/23), die Teilerfolgsrate 17% (4/23) und die Rezidivrate 43% (10/23). 14 Pat wurden mit dem Helix Katheter behandelt, die Erfolgsrate betrug 21% (3/14), die Teilerfolgsrate 7% (1/14) und die Rezidivrate 71% (10/14). In der Lasso Gruppe waren die beobachteten Komplikationen erheblich. 3/24 Pat (12,5%) hatten eine PV-Stenose, 1 Pat eine Perikardtamponade, 4 Pat einen PV-Thrombus, einer davon eine TIA. In der Helix Gruppe hingegen trat nur eine TIA ohne PV-Thrombus auf, PV-Stenosen wurden nicht beobachtet. Fazit: Die PV-Ablation mit dem Lasso Katheter erscheint als ein - vor allem bei pAF - bedingt effektives Verfahren mit nicht unbedeutender Komplikationsrate. Die Erfolgs-, aber auch die Komplikationsrate liegen mit dem Helix Katheter deutlich niedriger. |