| P157 | Patientenschulung zum INR-Selbstmanagement: Wissenszuwachs durch das strukturierte INRatio-Schulungsprogramm. |
| 1C.Dovifat, 4H.Körtke, 3U.Taborski, 2K.Wegscheider, 1H.Völler, für Strukturiertes INRatio Schulungsprogramm | |
| 1Klinik am See, Rüdersdorf; 2Hamburg; 3Ludwigshafen & 4Oeynhausen. | |
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Einleitung: Voraussetzung für die Durchführung des INR-Selbstmanagements bei manuell und cognitiv geeigneten Patienten ist eine intensive praktische und theoretische Schulung. Ergebnisse hinsichtlich des Schulungserfolges, insbesondere bezüglich der theoretischen Grundlagen, stehen jedoch aus. Methode: 76 Patienten (71% Männer, Durchschnittsalter 57,4 Jahre) mit neu begonnener oraler Antikoagulation wurden in die Studie zur klinischen Evaluation des neuen Gerinnungsmonitors INRatio (Fa. Hemosense) eingeschlossen. Die Schulung erfolgte an 2 Tagen mittels eines strukturierten Lernprogramms. Zur Erfassung des Lernerfolges wurde vor Schulungsbeginn (T0) sowie nach jeder Schulung (T1/ T2) und nach 6 Wochen (T3) eine standardisierte Klausur mit jeweils 16 Fragen geschrieben. Studienziel war, daß ≥ 75% der Patienten mehr als 50% der Fragen zum Zeitpunkt T3 richtig beantworten. Ferner bewerteten die Patienten die Schulung mit Noten von 1 (=sehr gut) bis 6 (=ungenügend). Ergebnis: 74 der 76 Patienten hatten zum Zeitpunkt T3 wenigstens 50% richtige Antworten (97,4% [95% CI: 90,8-99,7]). Der Anteil richtiger Antworten lag durchschnittlich bei TO bei 40%, 86% bei T1, 94% bei T2 und 96% bei T3. Der größte Wissenszuwachs erfolgte bei Fragen zur Blutgerinnung, Interpretation von INR-Werten sowie möglicher Interaktionen mit der oralen Antikoagulation. Die Patienten bewerteten das Lernprogramm zu jedem Zeitpunkt mit Noten zwischen 1 und 2. Schlussfolgerung: Mit dem Programm INRatio existiert ein zuverlässiges und von den Patienten sehr gut akzeptiertes Instrument zur Vermittlung der notwendigen Grundlagen des INR-Selbstmanagements. |