| P422 | Direkte Stentimplantation bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Vergleich klinischer, angiographischer und prozeduraler Parameter. |
| T.Süselbeck, A.Tuerkoglu, S.Kralev, B.Krause, D.Haghi, T.Poerner, K.K.Haase | |
| 1. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mannheim, Mannheim. | |
|
Die direkte Stentimplantation (DS) bei Patienten mit stabiler Angina pectoris hat eine hohe prozedurale Erfolgsrate und erzielt das gleiche klinische Ergebnis wie die Stentimplantation mit Vordilatation (CS). In der vorliegenden Studie wurde die Effektivität der DS bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) untersucht. Es wurden 194 Patienten mit einem ACS (ST-Elevationsinfarkt 66%, Nicht-ST-Elevationsinfarkt 18%, instabile Angina pectoris 16%), die von Januar bis Dezember 2002 notfallmäßig koronarangiographiert wurden, prospektiv untersucht. 156 Patienten (80%) erhielten periprozedural einen GlykoproteinIIb/IIIa- Rezeptorantagonisten. Bei 73 Patienten (38%) wurde eine (DS+) durchgeführt. Bei 12 Patienten (6%) konnte die Stenose mit dem Stent nicht erfolgreich passiert werden. Bei 121 Patienten (62%) erfolgte eine CS des Gefäßes. Die klinischen Parameter waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die Gefäßgröße (3.01±0.54mm vs. 2.84±0.43mm) und der minimale Lumendiameter nach DS und CS (2.95±0.45mm vs. 2.77±0.51mm) wiesen keine signifikanten Unterschiede auf. Die Prozedurdauer (41.0±14.9 Minuten vs. 47.1±16.9 Minuten, p=0.02), die Durchleuchtungszeit (7.3±4.6 Minuten vs. 8.9±4.5 Minuten, p=0.002) und die Kontrastmittelmenge (215±90 ml vs. 235±79 ml, p=0.01) waren in der DS-Gruppe signifikant niedriger. Intrainterventionell traten in beiden Gruppen keine schwerwiegenden Komplikationen auf. Die Inzidenz schwerer kardialer Ereignisse (Tod, Reinfarkt; Bypassoperation) intrahospital war 1% in der DS-Gruppe und 5.6% in der CS-Gruppe (n.s.). Zusammenfassend läßt sich feststellen, dass die direkte Stentimplantation bei notfallmäßig untersuchten Patienten mit ACS eine hohe prozedurale Erfolgsrate aufweist. Die Prozedurdauer, Durchleuchtungszeit und Kontrastmittelmenge werden verkürzt. Die Inzidenz kardialer Ereignisse ist zwar im Trend reduziert, bei der Größe der untersuchten Patientenpopulation jedoch nicht signifikant unterschiedlich. |