| P291 | Effizienz lipidsenkender Therapie bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung nach einer ambulanten kardialen Rehabilitation im Vergleich zu einem Kontrollkollektiv aus ambulanter Langzeitbetreuung in niedergelassener Praxis. |
| 1W.Tscherleniak, 2M.Prien, 2S.Caßens, 1P.Schuster | |
| 1St. Marien-Krankenhaus Siegen, Medizinische Klinik II - Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin, Siegen; 2Pfizer GmbH Deutschland, Karlsruhe. | |
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Ziel unserer Untersuchung war zu klären, in wieweit die in den Leitlinien NCEP-ATP III und EAS empfohlene Zielwerte für Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) nach einer ambulanten kardiologischen Rehabilitation (AKR) im Vergleich zu einem Kontrollkollektiv aus ambulanter Langzeitbetreuung in der niedergelassenen Praxis erreicht worden sind. Methodok: In Rahmen einer gemeinsamen Datenerhebung und Analyse der Ergebnisqualität bei Patienten mit abgeschlossener AKR wurden Daten von 125 männlichen KHK Patienten konsekutiv erhoben. Als Kontrollgruppe dienten 156 männliche KHK-Patienten, die in den letzten 2 Jahren in niedergelassenen kardiologischen bzw. internistischen Praxen betreut wurden. Die Gruppen waren bezüglich des Alters, des Vorkommens vom Übergewicht, Diabetes mellitus und arterieller Hypertonie vergleichbar. Die Ergebnisse sind in der Tabelle dargestellt.
Zusammenfassung: KHK-Patienten werden nach AKR mit Statinen öfters weiterbehandelt. Die therapeutisch notwendigen Zielbereiche werden jedoch nur bei einer Minorität erreicht und nicht häufiger, als in der Kontrollgruppe mit konventioneller Langzeitbetreuung in der niedergelassenen Praxis. Die Ursachen für den hohen Anteil der untertherapierten Patienten sind sehr komplex. Zu einem geben sich vermutlich sowohl betreuende Ärzte als auch Patienten mit Werten annähernd der Zielbereiche zufrieden. Eine nicht konsequent genug durchgeführte Statin-Therapie (Wirkstärke, Dosis, Compliance) wäre ein weiterer möglicher Grund. Hinzu kommen auch Faktoren des Lebensstils, die meist unzureichend angepasst werden. Somit besteht ein großer Handlungsbedarf an allen Ebenen der Versorgung von kardiologischen Patienten. |