P390 Elektrische Kardioversion von Vorhofflimmern: Vergleich von monophasischen und biphasischen Schockimpulsen.
S.Siaplaouras, A.Buob, C.Rötter, M.Böhm, J.Jung
Medizinische Universitätsklinik, Innere Medizin III, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar.

Im Rahmen einer prospektiven Untersuchung wurde die Effektivität der elektrischen Kardioversion (EK) von Vorhofflimmern (AF) mit einem biphasischen Schockimpuls mit der eines monophasischen Schockimpulses verglichen.

Methodik: Bei 216 konsekutiven Patienten (P) (Alter: m=66 Jahre, männlich: 71%, kardiale Grunderkrankung bzw. arterielle Hypertonie: 88%) wurden 123 biphasische EK (Zoll M-series biphasic, Zoll Medical) und 93 monophasische EK (Lifepak 9, Physio-Control) mit aufsteigenden Energiemengen (120, 150, 200 Ws (bi) bzw. 200-300-360 Ws (mono)) durchgeführt.

Ergebnisse: Beide Gruppen unterschieden sich hinsichtlich Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, kardiale Grunderkrankung, Vorhofgröße, Arrhythmieanamnese und antiarrhythmische Therapie nicht. EK war in 95,4% erfolgreich. Die Akuterfolgsrate war in beiden Gruppen vergleichbar (bi: 94,3% vs. mono: 96,8%; p = ns). Die Effektivität der ersten Schockabgabe unterschied sich in beiden Gruppen nicht (bi: 76,4% vs. mono: 67,7%; p = ns). Die Frührezidivrate (AF < 1 min. nach initial erfolgreicher EK) lag bei 8,9% (bi: 8,1% vs, mono: 9,7%; p = ns). In beiden Gruppen wurden im Mittel 1,4 Schocks/P abgegeben. Die mittlere Energiemenge war bei biphasischer EK signifikant geringer als bei monophasischer EK (186,3 Ws vs. 323,9 Ws; p< 0,001).

Zusammenfassung: Die biphasische EK ist hinsichtlich der Akuterfolgsrate mit der monophasischen EK vergleichbar. Das Verfahren erlaubt jedoch eine effektive EK mit signifikant niedrigeren Energiemengen.