P289 Beinflußt Übergewicht die Lebensqualität nach Koronarrevaskularisation ??
M.Brandt, S.Wings, S.Fraund, A.Böning, J.Cremer
Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum SH, Campus Kiel, Kiel.

Hintergrund: In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass Übergewicht nicht zu einer Zunahme von Letalität und Komplikationen bei der Koronarrevaskularisation führt. Inwieweit sich das Übergewicht der Patienten jedoch im Langzeitverlauf auf die Lebensqualität nach Koronarrevaskularisation auswirkt, ist unbekannt.

Methodik: Deshalb analysierten wir die Daten von 372 Patienten bei denen im Jahre 1998 in unser Klinik eine koronare Bypassoperation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt wurde. Übergewicht wurde als Body Mass Index (BMI) 3 30,0 kg/m2 definiert. Übergewichtige Patienten (n=81; Gruppe A) wurden mit den übrigen 291 Patienten verglichen (Gruppe B). Beide Gruppen waren in Bezug auf Geschlecht, Myokardinfarkte, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Apoplex, Dauer der extrakorporalen Zirkulation, Aortenklemmzeit und Anzahl der distalen Anastomosen vergleichbar. Übergewichtige Patienten waren jünger und wiesen häufiger Diabetes, Hypertonus und Hyperlipidämie auf. Der international anerkannte SF-36 Fragebogen wurde zur Evaluierung der Lebensqualität verwendet.

Ergebnisse: Die Werte der 8 Dimensionen der Lebensqualität des SF-36 (0 bis 100, 100 als bester Wert) wurden zwischen übergewichtigen und nicht übergewichtigen Patienten verglichen. Es fanden sich keine signifikanten Unterschiede.

Schlußfolgerung: In der vorliegenden Untersuchung zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der Lebensqualität zwischen übergewichtigen und normalgewichtigen Patienten vier Jahre nach Koronarrevaskularisation.