| P416 | Export an unterschiedliche Qualitätssicherungsverfahren in der invasiven Kardiologie. |
| 1H.Spekker, 1M.Claus, 2K.Kronberg | |
| 1OFFIS, Oldenburg; 2Klinikum Oldenburg, Oldenburg. | |
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Hintergrund Seit 1997 sind in Deutschland alle Krankenhäuser verpflichtet, nach § 137 SGB V für Fallpauschalen und Sonderentgelte Daten zur Qualitätssicherung zu erfassen. Als Verfahren hierzu dient in der Kardiologie entweder das Dokumentationsformat des Bundeskuratoriums Qualitätssicherung (BQS) oder das der Arbeitsgemeinschaft leitender kardiologischer Krankenhausärzte (ALKK). Bei beiden Verfahren ist seit 2002 eine papierlose Kommunikation möglich und/oder vorgeschrieben. Für niedergelassene Kardiologen gibt es im Bereich der invasiven Kardiologie eine eigene Qualitätssicherung (BNK). Moderne Dokumentationssysteme können diese Daten zwar exportieren, wünschenswert ist aber eine echte Integration in den Arbeitsablauf, welche keine zusätzliche Datenerfassung erfordert. Für das in Oldenburg verwendete Informationssystem GO-Kard sollte der Export aller Formate realisiert werden. Umsetzung Zunächst wurde ein Verfahren entwickelt, um die entsprechenden Erfassungsfelder, abhängig vom verwendeten Qualitätssicherungsverfahren, farblich zu markieren. Dazu dienen unterschiedliche, vom Anwender anpassbare Konfigurationsdateien. Der Export der Daten aus der Datenbank erfolgt mit einem eigens in Java geschriebenen Programm, welches aus vielen kleinen Modulen besteht. Jedes Modul exportiert genau einen Wert in dem vom jeweiligen Qualitätssicherungsverfahren vorgeschriebenen Format. Die so ermittelten Daten werden anschließend einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Evtl. unvollständige oder fehlerhafte Datensätze werden dabei farblich markiert und können sofort korrigiert werden. Anschließend werden die Daten in das jeweilige Format (BQS, ALKK oder BNK) konvertiert und ggf. automatisch verschlüsselt. Fazit Alle Daten werden bei der normalen Dokumentation miterfasst und “auf Knopfdruck” komplett exportiert. Der Anwender muss sich keine Gedanken darüber machen, ob und welche Qualitätssicherung verwendet wird. Die hohe Modularität gewährleistet eine schnelle Anpassung an die jährlichen Formatsänderungen. |