| P391 | Transvenöse Vorhofkardioversion und simultanes multipolares Mapping im Rahmen elektrophysiologischer Untersuchungen: Erste Erfahrungen mit einem neuen Kathetersystem. |
| S.Schmieder, I.Deisenhofer, B.Zrenner, A.Plewan, M.Karch, C.Schmitt | |
| Deutsches Herzentrum & 1. Medizinische Klinik der Technischen Universität, München. | |
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HINTERGRUND: Die interne Kardioversion (ICV) ist ein effektives Verfahren zur Terminierung von Vorhofflimmern (VHF) im Rahmen elektrophysiologischer Untersuchungen (EPU). Hierfür musste bislang ein zusätzliches Kathetersystem verwendet werden. Wir untersuchten im Rahmen einer Pilotstudie ein neues Kathetersystem zur ICV und simultanen multipolaren intrakardialen EKG-Ableitung im Rahmen der Katheterablation verschiedener Vorhofarrhythmien. METHODE: Die Studie umfasste 10 Patienten (60 ± 16 Jahre, 3 Frauen, linksatrialer Diameter 45 ± 8 mm). Alle Patienten hatten dokumentierte Episoden von intermittierendem VHF in der Vorgeschichte. Indikationen für die EPU bzw. Katheterablation waren typisches Vorhofflattern (8 Patienten), Vorhofflimmern (1 Patient) und rezidivierende Tachykardien bei WPW-Syndrom (1 Patient). Die ICV und das konventionelle Mapping während der EPU wurden über jeweils einen nicht-steuerbaren multipolaren Katheter (6F, EPMedSystems Inc.) im rechten Vorhof (RA) und im Koronarvenensinus (CS) durchgeführt. Zur ICV wurden biphasische Impulse zwischen dem RA und dem CS mit einer Maximalenergie von 15 J appliziert. ERGEBNISSE: Zu Beginn der EPU befanden sich 6 Patienten in anhaltendem VHF, bei 4 Patienten wurde VHF durch Stimulationsmanöver während der Prozedur ausgelöst. Bei 9 Patienten konnte eine erfolgreiche ICV zu Sinusrhythmus durchgeführt werden (bei einem Patienten war keine adäquate Platzierung des CS-Katheters möglich). Die Positionierung der Katheter benötigte 17±6 Minuten, Die Kardioversionsschwelle lag bei 9,3 ± 4,3 J. Nach 95 ± 33 Tagen kam es bei 5 Patienten zu einem Rezidiv von VHF. ZUSAMMENFASSUNG: Die Anwendung des neuen Systems ist durch die fehlende Steuerbarkeit der Katheter limitiert und führt zu einer Verlängerung der Untersuchungsdauer. Durch ein Kathetersystem mit der Möglichkeit der simultanen Ableitung intrakardialer Signale könnte auf einen zusätzlichen Katheter zur ICV von VHF im Rahmen der Routine-EPU verzichtet werden. |