| P387 | Triggermechanismen von Vorhofflimmern bei Patienten mit und ohne primärer Schrittmacherindikation. |
| 1S.Janko, 1M.Ulbrich, 1M.Füller, 1T.Matis, 1E.Moser, 2J.Camm, 1E.Hoffmann | |
| 1Klinikum Großhadern, München; 2St Georges Hospital, London, GB. | |
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Prädiktoren für den Erfolg einer präventiven Stimulationstherapie bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern (AF) sind derzeit nicht bekannt. Unterschiedliche Triggermechanismen könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Insgesamt wurden 98 Patienten (58 Männer; 65±11 Jahre), die mit einem präventiven Schrittmachersystem versorgt waren (AFT-Studie, Vitatron Selection), in die Analyse eingeschlossen. Davon hatte ein Drittel der Patienten eine primäre Schrittmacherindikation (84% Sick Sinus, 16% AV-Block), zwei Drittel der Patienten stellten rein präventive Indikationen dar. Unter einer Basisprogrammierung von DDD 40/min wurden spontane AF-Episoden (n=612) mittels Frequenzprofildiagrammen über einen Zeitraum von 2 Monaten/Patient aufgezeichnet und in Hinblick auf das Auftreten folgender Trigger vor Vorhofflimmern analysiert: Bradykardie, Tachykardie, erhöhte atriale Extrasystolie und plötzlicher Beginn. Patienten mit und ohne Schrittmacherindikation unterschieden sich nicht im Auftreten der Häufigkeit von AF-Episoden (16 vs. 8 Episoden/Tag), der Anzahl von atrialen Extrasystolen (SVES) (50 vs 48 SVES/h) und der Gesamtzeit im Vorhofflimmern (6% vs 8% AF Burden). Das Auftreten von Bradykardie-getriggerten AF-Episoden war bei Patienten ohne Schrittmacherindikation genauso häufig wie bei Patienten mit Schrittmacherindikation (38% vs 41%). Patienten mit Schrittmacherindikation zeigten signifikant häufiger SVES-getriggerte AF-Episoden (55% vs 43%, p<0,005) und seltener einen plötzlichen AF-Beginn (8% vs 14%, p< 0,032). Mit Hinblick auf ein häufig Bradykardie-getriggertes Vorhofflimmern, erscheint eine atriale Stimulationstherapie zur Prävention von Vorhofflimmern gerade bei Patienten ohne primäre Schrittmacherindikation erfolgversprechend. |