| P386 | Onset Analyse von Frührezidiven bei paroxysmalem Vorhofflimmern. |
| 1S.Janko, 1M.Füller, 1M.Ulbrich, 1S.Schimmel, 1T.Matis, 2J.Camm, 1E.Hoffmann | |
| 1Klinikum Großhadern, München; 2St. Georges Hospital, London, GB. | |
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Frührezidive von Vorhofflimmern (AF) nach Spontankonversion sind häufig. Der Entstehungsmechanismus dieser Frührezidive (IRAF) ist bislang nicht vollständig geklärt. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, Patienten mit IRAFs gegenüber Patienten ohne IRAFs genauer zu charakterisieren. Insgesamt wurden 98 Patienten (58 Männer; 65±11 Jahre), die mit einem Schrittmachersystem mit erweiterten AF-Diagnostikspeichern versorgt waren (AFT-Studie, Vitatron Selection), in die Analyse eingeschlossen. Unter einer Basisprogrammierung von DDD 40/min wurden spontane AF-Episoden in Hinblick auf Zeitdauer, Anzahl, Herzfrequenz und Anzahl von Vorhofextrasystolen vor AF-Beginn über einen Zeitraum von 2 Monaten/Patient dokumentiert. IRAFs waren definiert als ein Wiederauftreten von AF innerhalb von 5 Minuten nach Ende der vorausgehenden Episode. IRAFs traten in 50% (305/612) aller dokumentierten AF-Episoden bei 69% aller Patienten auf. Bei allen Patienten mit IRAFs fand sich eine erhöhte Häufigkeit vorangehender atrialer Extrasystolen (SVES) (mittlere Anzahl SVES-bezogener AF-Episoden/Patient 4±3 vs 1±1, p<0,001) sowie seltener Bradykardie-getriggerte AF-Episoden (mittlere Zahl Bradykardie-bedingter AF-Episoden 1±1 vs 3±3, p<0,006) im Vergleich zu Patienten ohne IRAFs. Weiterhin zeigten Patienten mit IRAFs eine erhöhte Zahl an AF-Episoden ingesamt (Median 17 vs 0, p<0,001) und an SVES/h (Median 72 vs 29, p<0,023), während sich die Gesamtzeit in AF zwischen beiden Patientengruppen nicht unterschied (7%vs 5,5%). Der frühe Wiederbeginn von Vorhofflimmern innerhalb weniger Minuten nach Ende einer Vorhofflimmerepisode gekoppelt an das Auftreten einer erhöhten Anzahl an atrialen Extrasystolen lässt auf eine hohe elektrophysiologische Instabilität nach spontanem Ende einer Vorhofflimmer-Episode schließen. |