| P253 | Die Breite des stimulierten QRS- Komplexes als ein Marker für eine kardiale Desynchronisation bei Herzschrittmacherpatienten. |
| C.Hansen, J.Nothroff, M.Yildiz, I.Faude, J.Neuzner | |
| Klinikum Kassel, Med.Klinik II, Kassel. | |
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Einleitung: Die Rolle der rechtsventrikulären Stimulation als Ursache für eine kardiale Desynchronisation bei Patienten mit Herzinsuffizienz wird zunehmend untersucht. Ziel dieser Studie war die Ermittlung der Spezifität und Sensitivität der rechtsventrikulär stimulierten QRS Breite(sQRS)als ein Marker für eine kardiale Desynchronisation bei chronischen Herzschrittmacherpatienten. Methoden: Bei konsekutiven chronischen Herzschrittmacher(HSM)- oder ICD-Patienten wurde die linksventrikuläre Funktion (LVEF), der enddiastolische linksventrikuläre Durchmesser (LVEDD), die Breite des stimulierten QRS-Komplexes und die echokardiographische Bestimmung der kardialen Desynchronisation (Aortenpräejektionszeit >=150 ms und die Differenz zwischen Aorten und Pulmonalpräejektionszeit >= 40 ms) gemessen.Entsprechend püblizierter Vorbefunde war eine sQRS Breite von >= 180 ms als Indikator für eine stimulationsbedingte kardiale Desynchronisation festgelegt. Ergebnisse:Zweiundsechzig HSM und ICD Patienten im Alter von 29 bis 91 Jahren (71 Jahre +/- 11) wurden untersucht.Die mittlere sQRS Breite betrug 178 ms +- 27 (110-240ms), die mittlere LVEF 43% +/- 14 (10-60%). Der mittlere linksventrikuläre enddiastolische Durchmesser betrug 57 mm +/- 9 (26-76mm). Achtzehn Patienten zeigten eine sQRS Breite von >180 ms (30%).Die Sensitivität und die Spezifizität der sQRS Breite >180 ms zur Erkennung potentieller Desynchronisation ( betrug 72% bzw 79 %. Der positive prediktive Wert 90%, der negativ prediktive Wert 52%, Schlussfolgerung: Die Breite des rechtsventrikulär stimulierten QRS-Komplexes von >= 180 ms zeigt eine gute Sensitivität und Spezifizität bei der Identifizierung von chronischen Herzschrittmacherpatienten mit einer stimulationsbedingter kardialen Desynchronisation. |