| P125 | Schlafapnoediagnostik bei Patienten mit Herzinsuffizienz und COPD: Automatische Erkennung von Schlafapnoe/Hypopnoe Episoden mittels des Atemminutenvolumensensors eines frequenzadaptiven Herzschrittmachers. |
| 1C.Hansen, 2B.Rawert, 3A.Shalaby, 3C.Atwood, 4R.Willems, 2M.Konermann, 1J.Neuzner | |
| 1Klinikum Kassel, Med. Klinik II, Kassel; 2Marienkrankenhaus, Med. Klinik, Kassel; 3University of Pittsburgh VA Healthcare System, Pittsburgh, US; 4Guidant CRM, Brussels, BE. | |
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Einleitung: Ziel der Untersuchung war die Beurteilung der automatischen Erkennung von Schlafapnoesyndromen (SAS) durch den Atemminutenvolumensensor (AMV) eines Herzschrittmachers (HSM) in einem Patientenkollektiv mit zusätzlich bestehender Herzinsuffizienz und COPD. Methoden: Patienten mit einem implantierten HSM (PULSARMAX TM oder INSIGNIA TM; Guidant, Minneaoplis, USA) wurden auf das Vorliegen eines SAS untersucht. Zweiunddreissig Risikopatienten wurden einer polysomnographischen Untersuchung unterzogen. Dabei wurden die Echtzeit-Signale des AMV Sensors mit denen des Polysomnographen als Standarduntersuchung verglichen. Eine Apnoe wurde definiert als ein Aussetzen der Atmung für > = 10 Sekunden, Hypopnoe als eine 30%ige Reduktion des Atemzugvolumens. Ein Algorithmus wurde zur Detektion der Apnoe/Hypopnoe Episoden über das AMV Signal entwickelt und die erhobenen Daten bezüglich ihrer Abhängigkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA > = II und LVEF < = 40%) und COPD (antiobstruktive Medikation und COPD in der Vorgeschichte) analysiert. Ergebnisse: Das mittlere Alter der 32 HSM-Patienten betrug 69 +/- 9 Jahre. Sieben der 32 Patienten hatten eine Herzinsuffuzienz, acht eine COPD. Der als Referenzwert definierte Apnoe/Hypopnoe Index (AHI) betrug 57 +/- 25/Stunde bei einer Schlafzeit von 4,9 +/- 1,2 Std.. Der Algorithmus des HSM detektierte Apnoe/Hypopnoe Ereignisse mit 75 +/- 12%iger Sensitivitaet und einem positiven prediktiven Wert von 76 +/- 16%. Allein bezogen auf die Apnoeepisoden betrug die Sensitivität 91 +/- 10%. Der mittels HSM bestimmte AHI korrelierte mit dem referenzbestimmtem hochsignifikant (r=0.8; p<0.001). Eine bestehende COPD oder eine Herzinsuffizienz hatten keinen Einfluss auf die Performance des Algorithmus (p=0.43). Schlussfolgerung: Der untersuchte Algorithmus eines HSM mit AMV-Sensor zeigt eine hohe Sensitivität und Spezifität in der Detektion von Apnoe/Hypopnoe Episoden ohne Beeinflussung durch das Vorliegen einer Herzinsuffizienz oder COPD. |