| P152 | Interventioneller Verschluss des Persistierenden Foramen Ovale (PFO) mit dem HELEX Septal Occluder zur Verhütung rezidivierender paradoxer Embolien. |
| M.Reschke, S.Ostermayer, K.Billinger, T.Trepels, F.Büscheck, Y.Bayard, H.Sievert | |
| Cardiovaskuläres Centrum Frankfurt, Frankfurt. | |
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Einführung: Patienten mit persistierendem Foramen ovale, haben nach einem Schlaganfall ein erhöhtes Risiko ein Rezidiv zu erleiden. Um dies zu vermeiden, kann das PFO mit einem HELEX Septal Occluder interventionell verschlossen werden. Er besteht aus zwei runden, flachen Schirmen die von einem durchgängigen Nitinoldraht gebildet werden, welcher mit ePTFE ummantelt ist. Bis zum Ablösen des Okkluders kann der HELEX jederzeit wieder eingeholt werden, was eine mehrfache Repositionierung ermöglicht. Methoden: Von Dezember 1999 bis Mai 2003 wurde bei 166 Patienten im Alter von 19 bis 80 Jahren (50 ± 12) das PFO mit einem HELEX verschlossen. Neben dem PFO lag bei 80 Patienten ein atriales Septumaneurysma vor. Die Durchleuchungszeit betrug zwischen 0,6 - 38,7 min (7,6 ± 5,6), die Eingriffszeit zwischen 15 – 170 min (36,3 ± 19,7). Das PFO wird als Ursache für 1- 5 (1,4 ± 0,7) embolische Ereignisse pro Patient verantwortlich gemacht. Vier Wochen und sechs Monate nach der Implantation wurden ein transoesophageales Echokardiogramm, eine Durchleuchtung und ein Röntgen Thorax durchgeführt. Danach erfolgte das follow up klinisch bzw. durch jährliches Versenden eines Fragebogens (follow up: 0,5-42 months, 211 patient years). Ergebnisse: Die Implantation verlief bei allen 166 Patienten erfolgreich. Zum vollständigen Verschluss war in sechs Fällen ein zweiter Okkluder notwendig. Kein einziger der Patienten entwickelte einen Thrombus. Es ereigneten sich die folgenden Komplikationen: Vier Patienten entwickelten paroxysmales Vorhofflimmern. Bei einem Patienten wurde beim routinemäßigem 24h TTE eine Okkluderembolisation festgestellt. Der Patient war asymptomatisch, der Okkluder wurde interventionell geborgen und durch einen neuen HELEX ersetzt. In einem anderen Fall embolisierte der Occluder sofort nach der Implantation, wurde mit einer Schlinge geborgen und ersetzt. Die jährliche Embolierezidivrate nach Verschluss beträgt 1,4% im Vergleich zu 18,7% vor Verschluss. Schlussfolgerung: Der Verschluss des PFO mit dem HELEX Septal Occluder ist eine sichere und durchführbare Methode, die weitere paradoxe Embolien verhindert. |