P126 Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen in der Kardiologie.
V.Töpfer, B.Lamp, H.Schmidt, D.Horstkotte
Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen stellen einen wesentlichen Risikofaktor für die Entstehung und Verschlimmerung kardiovaskulärer Erkrankungen dar. Besonders bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz kommt dem Auftreten einer Cheyne-Stokes-Atmung besondere Bedeutung zu. Einheitliche Ergebnisse zur Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz liegen bislang noch nicht vor.

In einem Zeitraum von 8 Wochen wurden 189 Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA II - IV; Alter 64,8 ± 9,8 Jahre) unabhängig von der klinischen Beschwerdesymptomatik mittels kardiorespiratorischer Polygraphie (Embletta) untersucht. Als Ätiologie der Herzinsuffizienz fand sich bei 117 Patienten eine KHK, bei 67 Patienten eine DCM und bei 5 Patienten Vitien.

49 Patienten (26%) wiesen eine behandlungsbedürftige obstruktive und 6 Patienten (3%) eine gemischtförmige Schlafapnoe auf. Bei 30 Untersuchten (16%) konnte eine Cheyne-Stokes-Atmung nachgewiesen werden. In 25% der Fälle (47 Patienten) war eine leichte Atmungsstörung nachweisbar. Nur 30% aller Untersuchten (57 Patienten) zeigten einen unauffälligen schlafmedizinischen Befund.

Aufgrund des hohen Anteils schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sollte eine schlafmedizinische Screeninguntersuchung fester Bestandteil der kardiologischen Diagnostik sein.