P161 Carotis Angioplastie und Stenting bei NASCET untauglichen Patienten.
1K.Rabe, 1H.Gödel, 2R.Theis, 2K.-F.Beykirch, 1H.Sievert
1CardioVascular Center Frankfurt, St. Katharinen, Frankfurt am Main; 2Neurolog. Abt. Bethanien Krankenhaus, Frankfurt am Main.

Hintergrund: Vielfach wird eine Carotis Angioplastie bei Patienten empfohlen, die ein hohes Risiko bei der Carotis-Operation haben. Wir haben die Ergebnisse der Carotis Angioplastie bei den Patienten, die in die NASCET Studie hätten aufgenommen werden können, verglichen mit den Patienten, die ausgeschlossen worden wären.

Patienten: 112 konsekutive Patienten wären von der NASCET ausgeschlossen worden. 67% waren männlich. Das Durchschnittsalter betrug 76 ± 8 Jahre. Ausschlusskriterien wären gewesen: 56 Patienten waren älter als 79, 36 Patienten hatten Vorhoffflimmern, 18 Patienten hatten eine Restenose nach TEA und 24 Patienten wären aus anderen Gründen ausgeschlossen worden.

236 konsekutive Patienten hätten in die NASCET Studie aufgenommen werden können. 69% der Patienten waren männlich. Das Durchschnittsalter betrug 67 ± 8 Jahre.

Methoden: Eine Embolieprotektion wurde bei 80% der NASCET untauglichen und bei 77% der NASCET tauglichen Patienten eingesetzt. Bei 98% der Patienten wurde ein selbst expandierender Stent eingesetzt.

Ergebnisse: Der Eingriff war technisch und angiographisch bei 110 von 112 NASCET untauglichen und bei allen NASCET tauglichen Patienten erfolgreich. Die Schlaganfall/Todesrate nach 30 Tagen betrug 1,7% und die jährliche Schlaganfall/Todesrate im Follow-up 3,9% bei NASCET tauglichen Patienten.

Bei NASCET untauglichen Patienten betrug die Schlaganfall/Todesrate nach 30 Tagen 7,1% und die jährliche Schlaganfall/Todesrate im Follow-up 8,0%.

Schlussfolgerung: Die Carotis Stentimplantation ist eine mögliche Methode bei Patienten, die von der NASCET Studie ausgeschlossenen worden wären, obwohl die Komplikationsrate höher ist als bei NASCET tauglichen Patienten. Somit sind die Risikofaktoren für die Carotis Endarterektomie, hauptsächlich Alter und Comorbidität, offenbar ebenso Risikofaktoren für die Stentimplantation.