| P287 | Adipositas und Insulinresistenz als Risikfaktoren der Instent-Restenose. |
| P.W.Radke, A.Kaiser, M.Voswinkel, P.Hanrath, R.Hoffmann | |
| Medizinische Klinik I Universitätsklinikum Aachen, Aachen. | |
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Die Insulin-Resistenz ist ein Risikofaktor für die Entwicklung des Typ-II Diabetes (DM) und der koronaren Herzerkrankung. Weiterhin stellt der DM einen etablierten Risikofaktor für die Entstehung der Instent-Restenose (ISR) dar. Der Einfluß der Insulin-Resistenz auf die Entwicklung der ISR wurde bisher nicht weitergehend untersucht. Diese prospektive Studie untersuchte den Einfluß der Insulin-Resistenz auf die Restenose nach Stentimplantation im Rahmen einer 6-Monats-Kontrollangiographie (FU) bei nicht-diabetischen Patienten. Bei 170 Patienten (60±10 Jahre, 87% männlich) wurden im Rahmen einer elektiven koronaren Stentimplantation vor Intervention die Serum-Insulinspiegel und Parameter des Glukosemetabolismus (C-Peptid, HbA1c, Glukose) bestimmt. Weiterhin wurden die morphometrischen Parameter Body-Mass- Index (BMI) und Taille/Hüft-Quotient (WHR) bestimmt. Eine angiographische Folgeuntersuchung (FU) erfolgte bei allen Patienten 6 Monate nach Intervention. Restenose wurde als eine >50% Diameterstenose bei der FU definiert. In 56 von 170 Fällen (33%) wurde eine ISR beobachtet. Patienten mit ISR wiesen höhere Insulin-, C-Peptid- sowie HbA1c- Serumspiegel auf (Tabelle). Zwischen dem Serum-Insulinspiegeln sowie dem angiographischen späten Lumenverlust (“late loss”) zeigte sich eine signifikante lineare Korrelation ( r=0,49, p< 0.01, CI 0,37-0,6).
Adipositas, bestimmt nach der WHR, und Insulin-Resistenz sind signifikant mit der angiographisch erkennbaren ISR nach elektiver koronarer Stentimplantation bei nicht-diabetischen Patienten assoziiert. Diese Daten weisen auf einen Zusammenhang zwischen einer prädiabetischen Stoffwechsellage und der Instent-Restenose hin. |