| P149 | Wirksamkeit und Sicherheit einer neuen Dosierung von Tirofiban in Kombination mit einer halbierten Dosis Tenecteplase bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt. |
| H.-P.Hobbach, P.Pfeiffer, J.Hundertmark, W.Tscherleniak, P.Schuster | |
| St. Marien-Krankenhaus Siegen, Medizinische Klinik II -Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin-, Siegen. | |
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Hintergrund : Das Konzept der zusätzlichen Glykoprotein IIb/IIIa Inhibition konnte einen positiven Nutzen bei Patienten (Pat) mit akutem Myokardinfarkt (AMI) nachweisen. Eine sofortige, konstante und anhaltende optimale (>80%) Plättchenaggregationshemmung (PAH) spielt dabei eine entscheidende Rolle, insbesondere, wenn ein schnelles invasives Vorgehen geplant bzw. notwendig ist. Dosierungen von Tirofiban, die in Studien mit instabiler Angina pectoris/Nicht-ST-Hebungsinfarkt und in Interventionsstudien zur Anwendung kamen, zeigten eine suboptimale PAH in der frühen Behandlungsphase. Methoden: 28 konsekutive Pat (59±12 Jahre, 25% Frauen), mit einem AMI (<=6h) wurden untersucht. Alle Pat erhielten unfraktioniertes Heparin, ASS, 50% Tenecteplase (TNK) und Tirofiban in einer höheren Bolusdosierung [25 μg/kg Bolus, 0.1 μg/kg/min Infusion über 48 Stunden bzw. 16 Stunden nach perkutaner Koronarintervention (PCI)], die nach Daten einer kürzlich publizierten pharmakodynamischen Studie eine sofortige, konstante und anhaltende >80%ige PAH garantiert. Ergebnisse: 16 Pat erhielten eine PCI, 10 Pat wurden im Intervall operiert und 2 Pat blieben konservativ. Angiographische und klinische Ergebnisse sind in der Tabelle dargestellt.
Zusammenfassung: Die Kombination aus Tirofiban in einer höheren Bolusdosierung und 50% TNK ist ein vielversprechendes und sicheres Therapiekonzept bei Patienten mit AMI die einem frühen invasivem Vorgehen zugeführt werden und könnte die Prognose der Pat mit AMI verbessern. Die dargelegten Ergebnisse rechtfertigen weitere Untersuchungen mit Tirofiban in der höheren Bolusdosierung. |