| P402 | Sicherheit und Effektivität der Kryoablation von AV-nodalen Reentrytachykardien. |
| J.Jung, A.Buob, S.Siaplaouras, M.Böhm | |
| Medizinische Universitätsklinik, Innere Medizin III, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar. | |
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Mit der transvenösen kathetergeführten Kryoablation steht eine neue Methode zur kurativen Behandlung supraventrikulärer Tachykardien zur Verfügung. Zur Sicherheit und Effektivität dieses Verfahrens bei der Ablation von AV-nodalen Reentrytachykardien (AVNRT) liegen derzeit nur wenige Daten vor. Methodik: Zwanzig konsekutive Patienten (P) (mittleres Alter 46 ± 12 Jahre, weiblich: 16 P) mit typischer AVNRT wurden einer Kryoablation mit einem 7F-Katheter (CryoCath Technologies) zugeführt. Im Rahmen eines Kältemappings bis - 30° Celsius wurde die Katheterposition identifiziert, bei der eine reversible Unterbrechung des langsamen Leitungsweges demonstriert werden konnte. An dieser Position wurde eine Kryoablation (Energieabgabe über 240 min. bei -70° Celsius / Impuls) durchgeführt. Der Ablationserfolg wurde während, unmittelbar nach Ablation und 30 min. nach Ablation kontrolliert. Ergebnisse: Die Kryoablation war bei 19/20 P erfolgreich (m = 4 ± 3 Kryoimpulse). Bei einem P konnte trotz effektivem Kältemapping keine Ablation der AVNRT erreicht werden, sodass auf Radiofrequenzstrom gewechselt wurde. Nach einer einmaligen Energieabgabe konnte eine erfolgreiche Ablation des langsamen Leitungsweges erzielt werden. Eine AV-Blockierung bzw. andere Komplikationen wurden bei keinem P beobachtet. Kein P erlitt innerhalb einer Nachbeobachtung von 4,5 ± 3 Monaten ein Rezidiv. Schlussfolgerung: Mit der Kryoablation ist eine effektive und sichere Ablation von AV-nodalen Reentrytachykardien möglich. Die Möglichkeit des Kältemappings und die Adhärenz des Katheters am Myokard während Energieabgabe könnten zu einer Reduktion des Risikos ablationsbedingter AV-Blockierungen beitragen. |