| P401 | Mikrowellen-Ablation zur kurativen Isthmusablation bei typischem Vorhofflattern - Langzeitergebnisse. |
| S.G.Spitzer, L.Karolyi, C.Raemmler, T.Otto | |
| Praxisklinik Kardiologie-Angiologie-Radiologie, Dresden. | |
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Experimentelle und klinische Arbeiten zeigen, dass durch Einsatz der Mikrowellen(MW)-Energie mit wenig Applikationen augedehntere und transmurale Läsionen erzielt werden können. Mit dem neuen endokardialen MW-Katheter (2,45GHz) mit einer Antennenlänge von 26/16/14mm (1/2/3. Generation)(AFx, Fremont,CA)konnten bislang 15 Patienten (P) behandelt werden. Initial wurde der Katheter auf dem posteroseptalen Isthmusbereich trikuspidalklappennah positioniert. Bei P 9-15 wurde der anteriore Isthmus als Zielregion abladiert. Die einzelnen Energieabgaben erfolgten bei einer Leistung von 50 Watt über durchschnittlich 90s. Die Temperatur an der MW-Antenne lag zwischen 48 und 56 C°. Bei 2 P ließ sich mit MW-Katheter ein kompletter Isthmusblock erzielen. Bei den anderen P wurde der Katheter nach der ersten Energieabgabe repositioniert und die Linie in Richtung V. cava inferior fortgeführt. In allen Fällen konnte entlang der gesamten Antennenlänge eine erhebliche Potentialreduktion nachgewiesen werden. Aufgrund fortbestehender bidirektionaler Isthmusleitung wurden bei diesen P die Gaps (ausschließlich V. cava-nah und am Trikuspidalklappen-Annulus gelegen) mittels 6±4 RF-Applikationen verschlossen. Bei 8 P konnte damit ein kompletter Isthmusblock erzielt werden; in 5 Fällen wurde die Prozedur bei deutlicher bidirektionaler Leitungsverzögerung beendet. Komplikationen wurden nicht beobachtet. 5 P (33%) mit typischem Vorhofflatter-Rezidiv nach 6 Monaten Follow-up wurden erfolgreich mit dem gekühlten System nochmals abladiert. Langfristige Follow-up-Daten(29+3 Monate) lagen von allen P vor. Nur bei 3 P (20 %) konnte ein Vorhofflimmerrezidiv nachgewiesen werden; alle anderen befanden sich im Sinusrhythmus. Die endokardiale MW-Isthmusablation wurde v.a. in anteriorer Katheterposition sicher und effektiv in der Behandlung von typischem Vorhofflattern eingesetzt. Durch die Weiterentwicklung unterschiedlicher Antennenlängen und verschiedener Kurvenformen kann die Technik weiter verbessert werden. |