| P394 | Mikrowellenapplikation zur kurativen Behandlung von Vorhofflimmern bei Patienten mit Mitralklappen- oder Bypass-OP. Die MICRO-STAF und MICRO-PASS Pilotstudien: Langzeitergebnisse. |
| 1L.Karolyi, 2M.Knaut, 2S.M.Tugtekin, 1S.G.Spitzer | |
| 1Praxisklinik Kardiologie-Angiologie-Radiologie, Dresden; 2Dresden & 2Dresden. | |
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Die Studien umfassten: 29 Patienten (P) (7m/ 22w) mit geplanter Mitralklappen-Rekonstruktion/–ersatz (MVR), Alter 66,3 +/- 7,7 Jahre, Dauer des permanenten Vorhofflimmerns (VHF): 5,6 +/- 4,8 Jahre, EF 55,6 +/- 12,8 %, LA 54,5 +/- 6,4 mm; und 18 P (11m/ 7w) mit geplanter Bypass-OP, Alter: 71,5 +/- 4,5 Jahre, Dauer des permanenten VHF: 6,8 +/- 7,3 Jahre, EF 57,1 +/- 9,9, LA 47,8 +/- 7,1 mm. Bei allen P wurde eine kontinuierliche Ablationslinie, beginnend am hinteren Mitralklappenring unter Einbeziehung aller Pulmonalvenen, erzeugt (2,45 GHz Mikrowellenergie (MW), Lynx, AFx). Bei P mit MVR wurde ein separater Zugang zum RA für die Isthmusablation hergestellt. Die Dauer des antiarryhthmischen Eingriffs betrug 17,1 +/- 7,2 min (MVR) und 15,6 +/- 4,4 min (Bypass). Die entsprechende Anzahl von MW-Applikationen betrugen 18,5 +/- 3,5 bzw. 15,8 +/- 2,9. Ein P verstarb am zweiten postoperativen Tag (nicht prozedurbedingt), ein weiterer erlitt am achten Tag einen Apoplex mit neurologischer Remission. Ein P erhielt einen 2-Kammer-Herzschrittmacher aufgrund einer Sinusbradykardie. Stabiler Sinusrhythmus (SR) wurde erreicht an den Tagen 30,90,180,360 bei (MVR/ Bypass) 75,9/ 76,5 %; 65.5/ 70.6 %; 62.1/ 75.0 %; 59.3/ 64.3 % of P. In allen P mit stabilem SR stellte sich wieder biatriale Funktion ein. VHF, atypisches Vorhofflattern am Tag 360 wurde nachgewiesen bei (MVR/CABG) 29.6/ 21.4 %; 11.1/ 14.3 % of P. Zum 42 +/- 4-Monate-Follow-up lagen die Daten von 38 P vor. Stabiler SR fand sich bei 18 P (47,3%), VHF bei 17 P (44,7%) und typisches Vorhofflattern bei 3 P (7,9%). Unter den P mit SR erhielten 8 (44,4%) Antiarrhythmika-Therapie. Intraoperative MW-Ablation ist ein langfristig erfolgreiches zusätzliches Verfahren zur Behandlung von permanentem VHF bei P mit MVR oder Bypass-OP. |