P254 Evaluierung der Funktionalität neuer biventrikulärer Resynchronisationssysteme: unizentrischer Erfahrungsbericht.
1K.Malinowski, 2C.Schaffar
1HELIOS Klinikum Aue, Aue; 2Clinical Department, Biotronik, Erlangen.

Die kardiale Resynchronisation stellt mittlerweile eine anerkannte Therapie der Herzinsuffizienz (CHF) dar. Um den klinischen Status der Patienten (Ptn) und die Funktionalität der biventrikulären (biv) Systeme Triplos LV und Tupos LV (Biotronik, Berlin) darzustellen, wurde die vorliegende Anwendungsbeobachtung durchgeführt.

Methodik: Als linksventrikuläre (lv) Elektroden wurden die Modelle Corox LV-P und Corox LV-H (Biotronik) implantiert. Die Corox LV-P wird durch eine distale Krümmung fixiert, die Corox LV-H durch eine distale Helix-Anformung. Es wurden 13 CHF-Ptn (73 ± 5 Jahre, LVEF 29 ± 6%) eingeschlossen. Die mittlere NYHA-Klasse betrug 3,2 ± 0,4, die mittlere QRS-Breite 148 ± 22 ms.

Ergebnisse: Die lv Elektrode wurde bei 11 Ptn erfolgreich in der lateralen (n=7), anterolateralen (n=2) oder posterolateralen (n=1) Koronarvene platziert und fixiert (1 Fall nicht dokumentiert). Im Mittel dauerte die Implantation eines Systems 114 ± 17 min, bei einer mittleren Durchleuchtungszeit von 45 ± 18 min. In 9 Fällen wurde die Implantationshilfe Scout verwendet, in 2 Fällen wurde die lv Elektrode ohne spezielle Hilfsmittel implantiert. 7 Ptn wurden mit einem Triplos LV, 4 mit einem Tupos LV versorgt. Die biv Reizschwelle (RS) bei 0,5 ms war 1,8 ± 0,9 V (akut) bzw. 1,5 ± 0,7 V (nach 6 Monaten). Nach 5,5 Monaten (3-6 Monate) sank die NYHA-Klasse im Mittel auf 2,1 ± 0,3, wobei bei allen Ptn eine Reduktion gezeigt werden konnte. In 3 Fällen stieg die biv RS während des Nachsorgezeitraumes an. Eine Elektrode wurde daraufhin repositioniert, in einem Fall normalisierte sich die RS bis zur folgenden Nachsorge-Untersuchung. Im 3. Fall blieb die RS erhöht, eine Dislokation konnte jedoch durch Röntgenaufnahme ausgeschlossen werden. Ein Pt verstarb im Beobachtungszeitraum aufgrund therapie-refraktärer VT 3 Monate nach der ICD-Implantation (Tupos LV).

Zusammenfassung: Die implantierten biv Systeme weisen eine sichere und effiziente Therapie und adäquate akute und chronische biv Reizschwellen auf. Der nach 6 Monaten gezeigte klinische Vorteil wird weiterhin beobachtet.