| P171 | Gibt es Fragestellungen an die Kardio-CT nach der Linksherzkatheter-Diagnostik? |
| 1J.Brunn, 1V.Veth, 2S.Fröhner, 1F.Gietzen, 2R.Schmitt, 1R.Schamberger, 2G.Christopoulos, 1F.von Hoch, 1B.Schumacher, 1S.Kerber | |
| 1Herz- und Gefäß-Klinik, Fachbereich Kardiologie, Bad Neustadt/Saale; 2Herz- und Gefäß-Klinik, Radiologisches Institut, Bad Neustadt/Saale. | |
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Hintergrund: Die Mehrschicht-Computertomographie des Herzens (MSCT) wird aktuell vorwiegend in der Primär-Diagnostik der koronaren Herzerkrankung (KHK) eingesetzt. Unklar ist ihre Wertigkeit als ergänzende Untersuchung zum Linksherzkatheter (LHK). Methodik: Zwischen 12/00 und 12/02 wurden 42 MSCT gezielt als Ergänzung zum LHK durchgeführt. Fragestellungen waren im LHK schwer quantifizierbare Stenosen des linken oder rechten Koronarostiums bzw. –stammes (n=24), nicht darstellbare Koronararterien (n=12) oder Bypässe (n=2) sowie Koronaranomalien (n=4). Ergebnisse: Im Rahmen der Ostium-/Hauptstammdiagnostik konnte bei 11 Patienten (Pat) mit ausreichender Sicherheit eine bedeutsame Stenose ausgeschlossen werden. Bei 4 Pat wurde eine LCA-/RCA-Stammstenose richtig als relevant erkannt. Bei 7 Pat konnte wegen starker koronarer Verkalkungen oder eingeschränkter Bildqualität keine Einschätzung der Stenosen vorgenommen werden. Bei einem Pat wurde eine Stammstenose deutlich über- und bei einem anderen deutlich unterschätzt. Bei allen Pat, bei denen im LHK eine Koronararterie (RCA n= 10, LCA n=1, RCX n=1) nicht selektiv darstellbar war, konnte mittels MSCT eine ausreichende Beurteilung erzielt werden. Bei 9 Pat konnte eine koronare Herzerkrankung im betroffenen Gefäß ausgeschlossen bzw. nachgewiesen werden, bei 3 Pat war die MSCT-Angiographie aufgrund massiver Verkalkungen des Gefäßes oder unzureichender Bildqualität hierzu nicht in der Lage. Alle im LHK nicht darstellbaren Bypässe erwiesen sich in der MSCT als unauffällig. 4 Pat wurden zur Klärung der Topographie koronarer Anomalien mittels MSCT untersucht, die in allen Fällen gelang. Fazit: Die MSCT kann eine sinnvolle Ergänzung zum LHK darstellen. Insbesondere eignet sie sich zur Darstellung von im LHK nicht selektiv sondierbaren Koronararterien und Bypässen und zur Klärung der Topographie von Koronaranomalien. In der Diagnostik von Hauptstammläsionen konnte bei ca. 45% der Pat mit Hilfe der MSCT auf die Durchführung eines intravaskulären Ultraschalls verzichtet werden. |