| P250 | Bestimmung des Tei-Index im Langzeitverlauf nach Implantation eines Kardioverter-Defibrillators (ICD). |
| G.Grossmann, S.Hager, S.Stiller, H.Stöckel, L.Binner, V.Hombach | |
| Abteilung Kardiologie, Medizinische Klinik der Universität Ulm, Ulm. | |
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Die Implantation eines ICD ist zu einem Standardverfahren bei der Behandlung maligner ventrikulärer Rhythmusstörungen geworden. Dennoch liegen bisher kaum Daten zum Einfluß von ICDs auf die linksventrikuläre Funktion im Verlauf vor. Der Tei-Index erlaubt eine gemeinsame Beurteilung der systolischen und diastolischen linksventrikulären Funktion Bei 34 Patienten (P) (29 Männer, 5 Frauen, Alter 58±13 Jahre, alle P im Sinusrhythmus) wurde wegen dokumentierter ventrikulärer Tachykardien oder überlebtem, plötzlichem Herztod ein ICD mit transvenöser Sonde implantiert. Als Grundkrankheit bestand eine koronare Herzerkrankung (n=17), eine dilatative Kardiomyopathie (n=5) oder eine rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (n=6). Die übrigen Patienten wiesen andere kardiale Erkrankungen (n=4) oder keine erkennbare Herzerkrankung (n=2) auf. Mittels gepulstem (PW-) Doppler wurden das transaortale und transmitrale Strömungsprofil mit gleichzeitiger EKG-Dokumentation abgeleitet und daraus der Tei-Index berechnet. Die echokardiographische Untersuchung wurde vor sowie 3 und 12 Monate nach Implantation des ICD durchgeführt. 13 der 34 P hatten in 12 Monaten mehr als 10 Schocks durch den ICD erhalten. Die Werte des Tei-Index vor, 3 Monate und 12 Monate nach Implantation des ICDs sind für alle P und die 13 P mir mehr als 10 ICD-Schocks in der Tabelle aufgeführt.
Für das untersuchte Gesamtkollektiv kam es zu keiner signifikanten Änderung des Tei-Index im ersten Jahr nach Implantation des ICD. Die 13 P mit mehr als 10 ICD-Schocks wiesen jedoch nach 12 Monaten einen signifikanten Anstieg des Tei-Index auf. Dies deutet auf eine Verschlechterung der globalen linksventrikulären Funktion bei den Patienten mit häufigen ICD-Schocks hin. |