| P438 | Evaluierung des Schweregrads von Aortenklappenstenosen anhand der Klappenöffnungsfläche in der Kardio-MRT und der TEE im Vergleich zum invasiven Rückzugsgradienten. |
| 1M.Staberock, 1A.Bootsveld, 1J.Pütz, 1G.Selbach, 1U.Gerckens, 2D.Koischwitz, 1E.Grube | |
| 1Klinikum Siegburg, Medizinische Klinik - Kardiologie/Angiologie, Siegburg; 2Klinikum Siegburg, Radiologisches Institut, Siegburg. | |
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Echokardiographie und invasive Bestimmung des Rückzugsgradienten sind Standardverfahren zur Evaluierung des Schweregrads einer Aortenklappenstenose (AS). Über die Planimetrie der Klappenöffnungsfläche (KÖF) zur Bestimmung des Schweregrads einer AS in der TEE steht ein von der Hämodynamik unabhängiger Parameter zur Verfügung. Alternativ ist es technisch möglich die KÖF in der Kardio-MRT zu bestimmen. In einer prospektiven Untersuchung wurden 70 konsekutiv mit der Diagnose AS zur Herzkatheteruntersuchung eingewiesene Patienten einer Kardio-MRT (n=70, Philips Intera 1,5T), einer multiplanen TEE (n=56, ATL HDI 5000 CV) und der invasiven Bestimmung des peak-to-peak Gradienten (HK, n=70) unterzogen. Zur Klassifizierung wurden die Ergebnisse in 3 Schweregrade eingeteilt (Grad I: >1,2 qcm/ <20 mmHg, Grad II: 0,8-1,2 qcm/ 20-50 mmHg, Grad III: <0,8 qcm/ >50 mmHg). Die Auswertung erfolgte durch 2 unabhängige Untersucher (U1/U2) ohne Kenntnis der anderen Untersuchungsergebnisse. Tabellarische Darstellung der Ergebnisse:
Die Einstufung des Schweregrads einer AS über die KÖF führt mit Hilfe der nicht-invasiven Kardio-MRT zu vergleichbaren Ergebnissen wie die etablierte semi-invasive TEE. Die Kardio-MRT zeigt eine gute Trennschärfe in der Differenzierung von hochgradiger zu nicht hochgradiger AS und eine gute Reproduzierbarkeit. Der Einsatz des Kardio-MRT bei Patienten, die in der TEE nicht oder aufgrund stark verkalkter Klappen nicht suffizient untersucht werden können (hier n=9, 16,1%), ist eine valide diagnostische Alternative. |