| P447 | Echtzeit-Myokardkontrastechokardiographie zur Ischämiediagnostik im Vergleich mit 99mTc-sestamibi SPECT. Ist die Quatifizierung der regionalen Blutflussreserve erforderlich? |
| G.Korosoglou, G.DaSilva, A.Dubart, N.Labadze, M.Rosenberg, J.Zehelein, H.Kücherer | |
| Universität Heidelberg, Innere Medizin III, Kardiologie, Heidelberg. | |
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Einleitung: Die 99mTc-sestamibi SPECT-Szintigraphie stellt den klinischen Goldstandard zum Ischämienachweis dar. Ziel dieser Studie war es, die diagnostische Genauigkeit der Echtzeit-Myokardkontrastechokardiographie (MKE) zu bestimmen. Weiterhin wurde untersucht ob die quantitative Analyse die diagnostische Wertigkeit der MKE verbessern kann. Methoden: 50 Patienten wurden in Ruhe und unter pharmakologischer Belastung mit Adenosin (140 µg/Kg/min) durch kontinuierliche Infusion von Sonovue® (90-120 ml/h) untersucht. Die Aufnahmen wurden visuell beurteilbar und quantitativ in 12 Myokardsegmenten analysiert (A = maximale Signalintensität, ß = maximaler Anstieg der Signalintensität). Die regionale Blutflussreserve wurde anhand der Berechnung von Aadenosin/Abaseline (A-Reserve), ßadenosin/ßbaseline (ß-Reserve) und A*ßadenosin/A*ßbaseline (A*ß-Reserve) ermittelt. Ergebnisse: Die Übereinstimung beider diagnostischen Verfahren war gut (k = 0.67). Die MKE zeigte eine Sensitivität von 64%, eine Spezifität von 97% und eine Genauigkeit von 87%. Die maximale Signalintensität A stieg unter Adenosin in normalen Segmenten an (2.6 ± 1.9 vs. 3.0 ± 1.6 dB, p < 0.0001) und blieb konstant in Segmenten mit reversiblen (3.0 ± 2.0 vs. 2.4 ± 1.2 dB, p = 0.07) und persistierenden Defekten (0.9 ± 0.9 vs. 0.8 ± 0.9 dB). Der maximale Anstieg der Signalintensität ß stieg unter Adenosin in normalen Segmenten deutlich an (0.4 ± 0.4 vs. 1.4 ± 1.3, p < 0.0001) und blieb konstant in Segmenten mit Perfusionsdefekten. Die ROC-Analyse der quantitativen Daten erwies die ß- und die A*ß-Reserve als sensitive Parameter zur Differenzierung von Perfusionsdefekten. Cut-off Werte von 1,9 für die ß-Reserve und 2,3 für die A*ß-Reserve wiesen eine Sensitivität von 79% und 80%, eine Spezifität von 75% und 78% und eine Genauigkeit von jeweils 76% und 79% auf. Schlussfolgerung: Die MKE kann während pharmakologischer Belastung mit Adenosin erfolgreich zur Ischämiediagnostik eingesetzt werden. Die quantitative Analyse kann die Sensitivität aber nicht die diagnostische Genauigkeit der Methode verbessern. |