P173 Kontrastverstärkte MR-Angiographie der Koronararterien mit Gadomer.
1O.Bruder, 2Chr.Herborn, 2M.Jochims, 1W.O.Schüler, 3E.Nagel, 1G.V.Sabin, 2J.Barkhausen
1Klinik für Kardiologie und Angiologie, Elisabeth Krankenhaus, Essen; 2Institut für interventionelle und diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum, Essen; 3Deutsches Herzzentrum, Berlin.

Ziele: Beurteilung der Sicherheit und diagnostischen Genauigkeit der MR-Angiographie der Koronararterien (MRCA) mit dem intravasalen Kontrastmittel Gadomer (Schering, Berlin).

Methode: 12 Patienten (mittleres Alter 61 Jahre) mit katheterangiographisch gesicherter koronarer Herzerkrankung wurden an einem 1,5 Tesla Hochleistungs-MR-Scanner (Magnetom Sonata, Siemens, Erlangen) MR-angiographisch untersucht.

Die nicht-kontrastverstärkten MR-Koronarangiographien wurden mit 3D steady-state free precession Sequenzen (TR 3,8 ms; TE 1,6 ms; FA 65°; Matrix 512) in Atemanhaltetechnik gemessen. Nach intravenöser Gabe von 0,1 mmol/l Gadomer erfolgte die Akquisition der kontrastverstärkten MRCA als 3D inversion recovery turboFLASH Sequenz (TR 5,8 ms; TE 2,2 ms; FA 25°; Matrix 512) ebenfalls in Atemanhaltetechnik. Signal-Rausch (SNR) und Kontrast-Rausch-Verhältnis (CNR) wurden für native und kontrastverstärkte MRCA berechnet. Die Bildqualität wurde nach einer 4-Punkte-Skala bewertet.

Ergebnisse: Das Kontrast-Rausch-Verhältnis zwischen Myokard und Koronargefäßlumen besserte sich nach Kontrastmittelgabe um 200% (p<0,01%).

Die Bildqualität aller 72 untersuchten Koronarsegmente zeigte bei den kontrastverstärkten MRCA eine signifikante Verbesserung von 2,0+-0,9 auf 2,9+-0,9 bei gleichzeitiger Abnahme der Anzahl nicht beurteilbarer Segmente von 38 auf 10%.

Verglichen mit der invasiven Koronarangiographie als Referenzmethode zeigte die Gadomer-verstärkte MRCA eine Sensitivität von 80% und eine Spezifität von 88% für die Diagnose einer relevanten Koronarstenose ( Diameterstenose ≥ 50%).

Schlußfolgerung: Die MRCA mit Gadomer ist sicher und verbessert Bildqualität und diagnostische Sicherheit im Vergleich zur nativen Messung.