| P389 | Induzierbarkeit von Vorhofflimmern vor Isthmusablation typischen Vorhofflatterns als Hinweis auf erhöhte Rezidivneigung. |
| U.Backenköhler, A.Erdogan, B.Waldecker, W.Waas, H.Tillmanns | |
| Klinikum der Justus-Liebig-Universität, Gießen. | |
|
Hintergrund: Das Auftreten von Vorhofflimmern (VHF) nach rechtsatrialer Isthmusablation typischen Vorhofflatterns (VFL) wird als unabhängiger Prädiktor eines Flatterrezidives diskutiert. Wir untersuchten die Inzidenz induzierbaren VHFs vor Radiofrequenzablation (ABL) bei Patienten mit erstmalig diagnostiziertem VFL in Hinblick auf die Rezidivhäufigkeit von VFL im klinischen Langzeitverlauf. Methoden: 88 Patienten wurden in 2 Jahren konsekutiv in unserer Klinik wegen typischen VFL behandelt. Hiervon wurden 30 Patienten ohne vorangegangene Episode von VHF (Alter 63±13, 26 Männer) vor ABL im Trikuspidalisthmus einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) unterzogen. Patienten mit in der EPU vor ABL auslösbarem VHF wurden der Gruppe A (n=17), Patienten ohne auslösbares VHF vor ABL der Gruppe B (n=13) zugeordnet. Nach ABL wurde die Rezidivinzidenz von VFL in beiden Gruppen über insgesamt 1,2±0,65 Jahre beobachtet. Ergebnisse: Rezidive von VFL wurden in der Gruppe A in 65% (11 Patienten über 1,03±0,7 Jahre) und der Gruppe B in nur 15 % (2 Patienten über 1,4±0,4 Jahre) der Fälle dokumentiert (p=0.008). Schlussfolgerung: Patienten mit erstmalig dokumentiertem VFL ohne vorangegangene VHF-Episoden, bei denen in der EPU VHF vor Isthmusablation auslösbar war, hatten signifikant häufiger VFL-Rezidive als Patienten, in denen vor Flatterablation kein VHF ausgelöst werden konnte. Bei Patienten mit vor ABL induzierbarem VHF scheint ein erweitertes Ablationsschema gerechtfertigt, um einer erhöhten Rezidivinzidenz von VFL im Langzeitverlauf von > 1 Jahr vorzubeugen. |