P281 Plasma Sphingomyelin als Risikofaktor fuer Koronare Herzerkrankung.
1A.Schlitt, 1S.Blankenberg, 2H.von Gyzicki, 3K.Lackner, 1Chr.Bickel, 1J.Meyer, 2X.-C.Jiang, 1H.Rupprecht
1II. Medizinische Klinik und Poliklinik, Johannes Gutenberg Universitaet, Mainz; 2Department of Anatomy and Cell Biology, State University of New York, Downstate Medical Center, New York, US; 3Klinik fuer Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, Johannes Gutenberg Universitaet, Mainz.

Einleitung Sphingomyelin (SM) ist ein Phospholipid, das in allen Zellmembranen vorhanden ist. Als Hinweis auf einen proatherogenen Effekt, ist es in humanem Blut hauptsaechlich in atherogenen Lipoproteinen nachzuweisen.

Methoden Um die Rolle des SM in der Pathogenese der KHK zu pruefen, untersuchten wir in 1.102 Patienten mit angiographisch nachgewiesener KHK und 444 gesunden Kontrollen die Plasmakonzentrationen von SM und dessen Assoziation zu weiteren Risikofaktoren.

Resultate SM-Plasmakonzentrationen waren signifikant in der Gruppe der Patienten gegenueber gesunden Kontrollen erhoeht (51,8 mg/dl versus 44,9 mg/dl; p< 0,001). Von allen untersuchten Risikofaktoren zeigten Triglyceride (r=0.31, p < 0.001) und Apolipoprotein B (r=0.36, p<0.001) die staerksten Assoziationen zu Plasma-SM.

Die multivariate logistische Regressionsanalyse konnte nachweisen, dass Plasma-SM als kategoriale Variable (Quartile) und als kontinuierliche Variable auch nach Adjustierung aller anderen Risikofaktoren signifikant mit dem Auftreten einer KHK assoziert war (p < 0.001 in beiden Modellen).

Schlussfolgerung Diese Resultate zeigen, dass Sphingomyelin ein unabhaengiger Risikofaktor fuer eine KHK ist. Als weitere wesentliche Schlussfolgerung ist aus den vorliegenden Daten zu schliessen, dass SM-Plasmakonzentrationen Marker fuer triglyceridreiche- oder Apolipoprotein B-haltige Lipoproteine sind.