| P145 | Inzidenz zerebraler Embolien bei Hochrisikopatienten mit Vorhofflimmern. |
| 1P.Bernhardt, 1H.Schmidt, 2M.Hackenbroch, 2T.Sommer, 1H.Omran | |
| 1Medizinische Klinik und Poliklinik II, UKB, Bonn; 2Klinik für Radiologie, UKB, Bonn. | |
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Hintergrund: Patienten (Ptn) mit Vorhofflimmern (VF) und echokardiographischem Nachweis von Spontanechos (SEC) haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Die Rate zerebraler Embolien unter Antikoagulation ist nicht bekann. Ziele dieser prospektiven Studie waren, (1) die Prognose von Patienten mit dichten Spontanechos und (2) die Inzidenz zerebraler Embolien mit Hilfe serieller zerebraler Magnetresonanztomographien (MRT) zu ermitteln. Methode: 64 konsekutive Ptn mit SEC und VF wurden eingeschlossen. 28 Ptn dienten als Kontrollkollektiv. Alle Ptn wurden im Verlauf mit Phenprocoumon antikoaguliert (Ziel-INR >2). Um den Verlauf und die Inzidenz von Embolien zu dokumentieren, wurden folgende Untersuchungen bei Einschluß, nach 1, 3, 6 und 12 Monaten durchgeführt: transthorakale und transösophageale Echokardiographie, zerebrales MRT, Antikoagulationsstatus und neurologische Untersuchung. Ergebnisse: 2 Ptn hatten eine zerebrale Embolie bei Einschluß. 2 (3%) Ptn hatten zerebrale Embolie mit neurologischen Defiziten während der Beobachtungszeit. 4 (6%) Ptn starben im Verlauf an einem Schlaganfall. 11 (17%) Patienten hatten im zerebralen MRT neue embolische Läsionen im Verlauf. 44 (69%) Patienten waren im Beobachtungszeitraum adäquat, 11 (17%) inadäquat antikoaguliert. Patienten mit zerebralen Embolien hatten niedrigere Vorhofflußgeschwindigkeiten (0,22 ± 0,14 vs. 0,38 ± 0,21; p<0,01) und dichtere Spontanechos (2,8 ± 1,1 vs. 1,6 ± 1,4; p<0,01) als Patienten ohne zerebrales Ereignis. Fazit: Ptn mit Spontanechos haben trotz adäquater oraler Antikoagulation ein relevantes zerebrales Embolierisiko. Als Prädiktoren für ein Ereignis haben sich deutlich erniedrigte Vorhofohrflußgeschwindigkeiten und sehr dichte Spontanechos erwiesen. |