| P399 | Differenzierung des Ursprungs atrialer Aktivierung mit dem Einsatz des Non-contact-Mapping-Systems (Ensite 3000™): Evaluation elektrokardiographischer Kriterien für einen endokardialen, myokardialen bzw. epikardialen Ursprung. |
| 1M.Kroll, 1T.Kriebel, 2B.Windhagen-Mahnert, 2B.Franzbach, 2T.Paul | |
| 1Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, Göttingen; 2Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, Hannover. | |
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Klinischer Hintergrund: Bei elektrophysiologischen Untersuchungen von atrialen ektopischen Tachykardien mit dem Non-contact Mapping System gab es Hinweise, dass es mit Hilfe des Non-contact Mapping Systems möglich sein kann, anhand der Morphologie der rekonstruierten unipolaren Elektrogramme den intramuralen Ursprung der elektrischen Aktivität innerhalb der Wand des rechten Vorhofs (endokardial vs. myokardial vs. epikardial) zu determinieren. Diese bei klinischen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse wurden tierexperimentell systematisch überprüft. Tiere und Methoden: Bei zehn Schweinen (mittleres Gewicht 62 kg) wurde im rechten Vorhof an drei Lokalisationen (Lateralwand des rechten Atriums, inferior-posteriore Wand des rechten Atriums am Übergang zur unteren Hohlvene und superiore Wand des rechten Atriums am Übergang zur oberen Hohlvene) jeweils endokardial, myokardial und epikardial stimuliert und die elektrische Erregung durch das Non-contact Mapping System aufgezeichnet. Die im rechten Vorhof induzierten vom Non-contact Mapping System berechneten unipolaren Elektrogramme wurden hinsichtlich ihrer Morphologie systematisch miteinander verglichen. Ergebnisse:
Die in den drei Schichten induzierten Elektrogramme liessen sich anhand des Auftretens einer initialen R-Zacke eindeutig differenzieren. Mit einem positiv prädiktiven Wert von 0.96 ist beim Auftreten einer initialen R-Zacke von einem nicht endokardialen Ursprung der elektrischen Aktivität auszugehen.Ausserdem zeigten die myokardial induzierten unipolaren Elektrogramme eine signifikant höhere maximale Amplitude und Ausbreitungsgeschwindigkeit. Schlussfolgerungen: In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass es anhand der charakteristischen Morphologie der mit Hilfe des Non-contact Mapping Systems berechneten unipolaren Elektrogramme möglich ist, im rechten Vorhof die intramurale Lage eines ektopen Fokus näher zu bestimmen bzw. eventuell sogar sicher zu identifizieren. Dieses Ergebnis kann im klinischen Alltag bei der Frage, ob ein ektoper atrialer Fokus schwieriger oder gar nicht zu abladieren ist, bedeutsam sein. |