| P280 | Helicobacter pylori-Infektion und Fibrinogenspiegel bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK). |
| 1M.Kowalski, 2W.Rees, 1N.Franz, 1R.Grove, 3T.Scheffold, 1J.Thale, 2H.Warnecke | |
| 1Klinik für Kardiologie, Herzzentrum Osnabrück-Bad Rothenfelde, Bad Rothenfelde; 2Klinik für Kardiochirurgie, Schüchtermann-Klinik, Bad Rothenfelde; 3Institut für Herz- und Kreislaufforschung, Universität Witten-Herdecke, Dortmund. | |
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Die Rolle der inflammatorischen Prozesse bei der Enstehung der Arteriosklerose wird seit Jahren zunehmend diskutiert. Die schädigendeWirkung von Mikroorganismen kann sowohl durch direkte Toxizitätals auch durch Entzündungsmediatoren zu Endothelläsionen führen. Ziel der Studie war festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit einer Helicobacter pylori (Hp)-Infektion und einem erhöhten Fibrinogensspiegel bei Patienten mit und ohne KHK besteht. In die Studie wurden nach einer Herzkatheteruntersuchung 150 Patienten eingeschlossen (Gruppe A- 75 Patienten mit KHK[45 Männer, 30 Frauen, mittleres Alter 47±14 Jahre], Gruppe B- 75 Patienten ohne KHK [51 Männer, 24 Frauen, mittleres Alter 55±18 Jahre]).Bei allen Patienten wurden Hp-IgG-Antikörper (Westernblot) sowie der Fibrinogenspiegel (nach Claus) im Serum bestimmt. Die Meßergebnisse wurden in beiden Gruppen miteinander verglichen. 73% der Patienten mit KHK, dagegen nur 34% der Patienten ohne KHK waren Hp-positiv (p=0,01). Der Fibrinogenspiegel war bei KHK-Patienten signifikant höher als in der Vergleichsgruppe ohne KHK (487 ± 91 mg% vs. 410 ± 74 mg%, p= 0,02). Die erhöhte Prävalenz von HP-Infektion in Verbindung mit signifikant erhöhtem Fibrinogenspiegel bei Patienten mit KHK könnte auf eine gesteigerte Thrombogenität durch Hp hindeuten. |