| P122 | Der Anstieg der Herzfrequenzvariabilität bei adrenerg induziertem paroxysmalen Vorhofflimmern unter β-Blocker Therapie. |
| M.Budeus, M.Hennersdorf, T.Moysidis, Chr.Perings, B.Strauer | |
| Uni-Klink Düsseldorf, Abt. Kardiologie, Düsseldorf. | |
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Einleitung: Die β-Blocker Therapie führt bei adrenerg induziertem paroxysmalem Vorhofflimmern zum Anstieg der Chemoreflexsensitivität (CHRS), während eine Therapie mit Kalziumantagonisten oder Amiodaron zu keiner Veränderung führt. Aufgrund der hohen Korrelation der CHRS und der Herzfrequenzvariabilität (HRV) wären ähnliche Ergebnisse für die HRV zu erwarten. Methode: Die HRV wurde durch eine Messung über 15 min. mittels eines Signalmittelungs-EKG bestimmt. Bei der Durchführung dieser Untersuchung wiesen alle Patienten einen Sinusrhythmus auf. Die Messung erfolgte unter Therapie sowie nach Absetzen für 5 Halbwertszeiten; mit Ausnahme einer Amiodaron Therapie, bei der vor Beginn der Therapie sowie 10 Tage später gemessen wurde. Von 164 Patienten konnten anhand von mindestens 2 LZ-EKGs sowie anamnestischen Angaben bei 41 ein adrenerg (Gruppe A) und bei 29 ein vagal (Gruppe B) induziertes paroxysmales Vorhofflimmern klassifiziert werden. 94 Patienten konnten keiner dieser beiden Gruppen zugeordnet werden (Gruppe C). Die Gruppe D bildeten die Patienten mit bekanntem Sinusrhythmus. Ergebnisse: Bei 41 Patienten mit adrenergen Vorhofflimmern führte eine β-Blocker Therapie (22 Patienten) (21,1 vs. 30,7 ms, p < 0,05) sowie eine Sotalol Therapie (7 Patienten) (22,4 vs. 32,9 ms, p < 0,05) zu einen signifikanten Anstieg der SDNN. Kalziumantagonisten oder Amiodaron hatten keine signifikante Änderung der SDNN in allen Gruppen zur Folge. Sotalol und β-Blocker zeigten in den Gruppen B, C und D keine signifikante Wirkung. Conclusio: Eine β-Blocker Therapie führt zu einem Anstieg einer erniedrigten SDNN, die als Ausdruck einer autonomen Dysfunktion besonders bei adrenerg induzierten paroxysmalen Vorhofflimmern vorliegt. Der Anstieg unter der Sotalol Therapie wird wahrscheinlich primär durch die β-blockierende Wirkung verursacht worden sein. Die prädiktive Bedeutung eines Anstieges der SDNN unter β-Blocker Therapie als Verlaufsparameter muß durch eine prospektive Untersuchung an einem größeren Patientenkollektiv gesichert werden. |