| P120 | Heart rate turbulence - Neuer Prognoseparameter bei Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern? |
| 1A.Lammers, 1H.Kaemmerer, 2R.Schneider, 2P.Barthel, 1S.Brodherr-Heberlein, 1A.Wacker, 1A.Eicken, 2G.Schmidt, 1J.Hess | |
| 1Deutsches Herzzentrum München, München; 2Erste Med. Klinik der TU München, Klinikum Rechts der Isar, München. | |
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Hintergrund: Die wahrscheinlich über einen Baroreflex vermittelte Heart Rate Turbulence (HRT) ist ein unabhängiger Prädiktor für die Letalität nach Myokardinfarkt. Untersuchungen zum prädiktiven Wert der HRT bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern (AHF) liegen bislang nicht vor. Methodik und Patienten: Bei 43 Patienten (m=27) mit AHF (Alter 13 - 72 Jahre; MW 29,O±12,5) wurden die Parameter der Heart Rate Turbulence (Turbulence Slope (TS), Turbulence Onset (TO)), sowie Funktionsklasse, Ventrikelfunktion und BNP bestimmt. Das klinische Follow-up betrug im Mittel 18 Monate. Ergebnisse: Bei 4 Patienten waren TS und TO pathologisch. Diese Patienten gehörten alle zur Funktionsklasse IV. Aus dieser Gruppe verstarben 3 Patienten während des Follow-up und 1 Patient ist derzeit zur Herztransplantation gelistet. Bei 4 weiteren Patienten bestand ein pathologischer TO, bei 2 weiteren Patienten ein pathologischer TS. 19 Patienten hatten normale TS und TO. 14 Patienten zeigten keine auswertbaren Arrhythmien. Bei Patienten mit pathologischem TS und TO lag BNP signifikant höher als in den anderen Gruppen (p≤0.05). Schlußfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen erstmals bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern und pathologischem TS / TO eine erhöhte Letalität im Follow-up. Die Ergebnisse korrelieren mit einer Erhöhung des Serum-BNP und der Funktionsklasse. Es bleibt umfangreicheren Studien vorbehalten, den Stellenwert der HRT zur Prognosebeurteilung bei AHF zu klären. |