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Tätigkeitsbericht der AG25

AG25 - Pulmonale Hypertonie (gegründet FT 2000, verlängert bis JT 2019)

Sprecher

Prof. Dr. Horst Olschewski

Stellvertreter

Priv.-Doz. Dr. Tobias Lange

Weitere Informationen

Planung 2017: Mannheim

DGK 2017

Arbeitsgruppensitzung AG 25:

Pulmonale Hypertonie 2017: Empfehlungen der Kölner Konsensuskonferenz

Vorsitz: H. Klose (Hamburg), H. Olschewski (Graz)

PH-DACH-Jahrestreffen in Heidelberg 2017

Kölner Konsensus-Konferenz zur PH 2016

Für die praktische Umsetzung der Europäischen Leitlinien in Deutschland sind einige spezifische Gesichtspunkte, die in den Europäischen Leitlinien nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten, sowie neue Daten bedeutsam, die eine ausführliche Kommentierung der Leitlinien und in einigen Punkten eine Aktualisierung notwendig machten. Am 16.-18. Juni 2016 fand daher in Köln eine Konsensuskonferenz statt, die von den Arbeitsgruppen PH der Deutschen Gesellschaften für Kardiologie (DGK), Pneumologie (DGP) und Pädiatrische Kardiologie (DGPK) organisiert wurde. Bereits vorab wurden 10 Arbeitsgruppen gebildet (siehe obige Auflistung)

Hierzu wurden Positionsmanuskripte erstellt, für die jeweils ein Sprecher und Stellvertreter verantwortlich waren. Die Autoren waren Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgruppe. Die im interdisziplinären Konsensus verabschiedeten Ergebnisse dieser Konferenz wurden in thematisch gegliederten Publikationen zusammengefasst, die in einem Supplement der Deutschen Medizinischen Wochenschrift erscheinen werden (Paper eingereicht).

Im Weiteren ist eine englischsprachige Übersetzung mit Aktualisierung mit Veröffentlichung im Jahre 2017 geplant. (Target Journal: Int J Cardiol)

Working Groups KKK 2016

1. Pathobiologie, Pathologie und Genetik

Chairs: R.T. Schermuly (Giessen), A. Olschewski (Graz)

2. Klassifikation der PH und initiale Diagnostik

Chairs: G. Kovacs (Graz), D. Dumitrescu (Köln), M. Held (Würzburg)

3. Verlaufskontrollen und Risk Assessment

Chairs: H. Leuchte (München), R. Ewert (Greifswald)

4. Allgemeine / supportive Therapie der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH)

Chairs: E. Grünig (Heidelberg), H. Klose (Hamburg)

Kinder / EMAH: H. Kaemmerer (München)

5. Gezielte Therapie der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH)

Chairs: M. Hoeper (Hannover), H.A. Ghofrani (Giessen)

6. Dekompensierte pulmonale Hypertonie und Intensiv-Management

Chairs: K. Olsson (Hannover), T. Lange (Regensburg), M. Halank (Dresden)

7. Pulmonale Hypertonie bei Linksherzerkrankungen

Chairs: S. Rosenkranz (Köln), I. Lang (Wien), C. Opitz (Berlin)

8. Pulmonale Hypertonie bei Lungenerkrankungen

Chairs: W. Seeger (Giessen), H. Olschewski (Graz)

9. Chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH)

Chairs: E. Mayer (Bad Nauheim), H. Wilkens (Homburg), S. Konstantinides (Mainz)

10. PAH bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)

Chairs: H. Kaemmerer (München), G.P. Diller (Münster)

Übersetzung der ESC/ERS-Pocket Guidelines 2015 Leitlinien und deutsche Kommentierung

Die Übersetzung und Kurzkommentierung der neuen europäischen PH-Leitlinien (ESC/ERS) wurde im Rahmen der gemeinsamen PH-AG durch die jeweiligen Sprecher vorgenommen und publiziert.

Forschungsprojekte

Durch die aktive Mitarbeit der Teilnehmer und die enge Vernetzung konnten bereits Forschungsprojekte zur Echokardiographie des rechten Herzens bei pulmonaler Hypertonie, Training bei Patienten mit chronischer pulmonaler Hypertonie, Adipositas und PH sowie ein Projekt zur Lebensqualität bei pulmonaler Hypertonie initiiert und entwickelt werden.

AG Kurzbericht:

Die Arbeitsgruppe 25 arbeitet eng mit den Arbeitsgruppen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie sowie der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie zusammen. Die gemeinsame, übergeordnete Institution ist die „Arbeitsgemeinschaft pulmonale Hypertonie“ (AGPHT). Die enge Zusammenarbeit dient insbesondere dazu, den regelmäßigen Austausch zwischen den Lungenhochdruckexperten der entsprechenden Fachgesellschaften zu gewährleisten, gemeinsame Forschungs- und Fortbildungsaktivitäten zu realisieren und, soweit notwendig, gemeinsame Positionen öffentlich zu vertreten.

Die Arbeitsgruppe 25 der DGK und die Arbeitsgemeinschaft PH der Deutschen Fachgesellschaften für Kardiologie, Pneumologie und Kinderkardiologie sind in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Weiterhin besteht eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Patientenverein "pulmonale hypertonie e.V." (phev).

Im Zentrum des Jahres 2016 standen, wie in jedem Jahr sehr erfolgreich das DACH Symposium in Heidelberg im November sowie die Kölner Konsensus Konferenz PH zur Übersetzung, Kommentierung und Ergänzung der „neuen“ europäischen Leitlinien zur PH (ESC/ ERS).

Intensiv wurden die Bedingungen zur Richtlinie ambulante spezialfachärztliche Versorgung § 116b SGB V pulmonale Hypertonie erarbeitet und Vorschläge eingebracht. Hierzu gehörten auch Termine beim GBA bei denen neben E. Grünig, W. Seeger, der ph e.v. und H. Klose anwesend waren.

Eine Mitarbeit erfolgte auch bei der Überarbeitung der derzeit in Planung befindlichen WHO ICD-11. Dabei handelt es sich um eine politisch und wirtschaftliche wichtige Aufgabe, da in der aktuellen Klassifikation (ICD-10) die PH unscharf definiert und eingeteilt wird (nach der Venedig-Klassifikation von 2009). Hieraus ergeben sich bedeutende Aspekte der Klassifikation, Kodierung und Abrechnung. Die Neufassung im Rahmen der ICD-11 ist essentiell für die hoch spezialisierten und qualifizierten PH Zentren in Deutschland.

Durch die Vernetzung unterschiedlicher Fachdisziplinen und ihre aktive Gestaltung von Fortbildungen, Forschungsprojekten, Erstellung von Leitlinien und politischen Arbeit kennzeichnet die Arbeitsgruppe 25 eine rege Aktivität und herausragende wissenschaftliche Qualität, die ebenso die Patientenversorgung fördert.

Im Jahr 2017 ist erneut ein Akademieprogramm im Sinne des DACH Symposiums in Heidelberg geplant (dann zum 11mal) sowie eine aktive Beteiligung an der Frühjahrs- und Herbsttagung der DGK. Des Weiteren soll, wie oben erwähnt, eine englische Fassung der Artikel der Kölner Konsensus Konferenz erfolgen. Eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse für das DÄB ist bereits in fortgeschrittener Planung.