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Tätigkeitsbericht der AG22

AG22 - Klinische Pharmakologie (gegründet HT 1995, verlängert bis JT 2019)

Sprecher

Prof. Dr. Veselin Mitrovic

Stellvertreter

Prof. Dr. Marcus Dörr

Weitere Informationen

AG 22 „Klinische Pharmakologie"

Hier ein Bericht über die vorangegangenen Tätigkeiten:

Nach der Wahl des Sprechers der Arbeitsgruppe und seines Stellvertreters wurde zunächst

ein Nukleus aus klinisch tätigen Kardiologen, klinischen Pharmakologen und Vertretern der Pharmaindustrie gebildet. Nach ausführlichen Diskussionen innerhalb des Nukleus wurden drei Haupttätigkeitsbereiche zusammengestellt, die im Vordergrund der Tätigkeit der Arbeitsgruppe innerhalb des letzten Jahres standen und in Zukunft verfolgt werden:

Neue Substanzen zur Therapie der akuten und chronischen Herzinsuffizienz / aktuelle Entwicklung

- Neue Antikoagulantien zur Thrombembolieprophylaxe bei Vorhofflimmern – neue

- Antidots

- Fehlentwicklungen bei ADHF-Studien – kritische Auseinandersetzungen mit Studiendesign und primären Endpunkten

Im Rahmen der Frühjahrstagung der DGK 2016 wurden diese Themen teilweise in der Sitzung der Arbeitsgruppe Klinische Pharmakologie unter dem Thema „Innovationen in der medikamentösen Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen diskutiert.

Auch auf der Tagung der der Arbeitsgruppe der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (E.C) zu Myokard- und Perikarderkrankungen vom 13. - 15. Oktober 2016 (Tagungspräsident. S.B. Felix), die erstmals in Deutschland stattfand, fanden Symposien zu Diagnose und Therapie der Kardiomoypathiem sowie der chronischen und akuten Herzinsuffizienz statt. Auch hier waren Wissenschaftler der DGK (u.a. Prof. Katus, der Präsident der DGK) maßgeblich beteiligt. Ziel dieses Kongresses war es auch, wissenschaftliche Gremien der DGK und der ESC zu vernetzen.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten der AG 22 sollen 21017 fortgesetzt werden: Das Thema der Arbeitsgruppe zur Frühjahrstagung 2017 lautet „Kontroversen bei der Therapie mit den neuen oralen Antikoagulantien".

Da bei klinischen Studien mit neuen Substanzen bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz

die, Hämodynamik unter Einsatz der Rechtsherzkatheteruntersuchung eine wesentliche Rolle spielt. wird von der Arbeitsgruppe "Klinische Pharmakologie" im Rahmen der Herbsttagung

2017 der AG 22 eine Sitzung zum Thema „Akkurate Rechtsherzkatheteruntersuchung zur

Evaluierung der Hämodynamik mit Fokus auf ADHFMStudien" organisiert. Es besteht nämlich kein internationaler Konsens darüber, wie die hämodynamischen Parameter genau evaluiert werden müssen, z.B. steht die Frage im Raum, ob PCWP unter spontaner Atmung oder am Ende des Exspiriums während Apnoe gemessen werden sollte. Ebenso herrschen hinsichtlich der Methodik. unterschiedliche Ansichten darüber, wie die phlebostatische Achse bestimmt werden muss. Referenzwerte für die hämodynamischen Parameter unter Belastungsbedingungen sind ebenfalls nicht exakt festgelegt

Im Rahmen der Nukleus-Aktivitäten werden die wichtigsten Gründe für den Misserfolg der Studien bei Patienten mit akut dekompensierter Herzinsuffizienz (ADHF) erarbeitet, was sicherlich bei der zukünftigen Planung von Studien zur Therapie der ADHF und von hämodynamischen Studien von Relevanz sein wird.

Ein Schwerpunkt der Diskussionen im Rahmen des Nukleus sollte dann die Frage des primären Endpunktes bei hämodynamischen Studien zur ADHF sein.

Wir hoffen, dass durch die Aktivitäten der Arbeitsgruppe. Klinische Pharmakologie" und das

Engagement der einzelnen Mitglieder der Gruppe, insbesondere des Nukleus, ein wichtiger Beitrag für die Konzeption künftiger Studien geleistet wird.

Im Vordergrund der Aktivitäten der AG 22 Klinische Pharmakologie werden auch in Zukunft neue Substanzen zur Therapie der akuten und chronischen Herzinsuffizienz sowie neue Antikoagulantien bei chronischem Vorhofflimmern, akutem Koronarsyndrom und Beinvenenthrombose stehen. Einen wichtigen Platz werden dabei NOAK-Antidots einnehmen. Studiendesign und Methodik werden dabei ebenso eine wichtige Rolle spielen.

Ferner ist es vorgesehen, auch mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZ:HK) bei der Planung von klinischen Studien zusammenzuarbeiten. Dazu haben bereits mit .dem wissenschaftlichen Lenkungsausschuss (RCC) des DZHKs Gespräche

stattgefunden.