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Tätigkeitsbericht der AG19

AG19 - Kardiovaskuläre Hämostase und antithrombotische Therapie (gegründet FT 1994, verlängert bis JT 2019)

Sprecher

Prof. Dr. Andreas Schäfer

Stellvertreter

Prof. Dr. Ingo Ahrens

Weitere Informationen

Tätigkeitsbericht 2016 der AG19 - Kardiovaskuläre Hämostase und antithrombotische Therapie

Die AG 19 richtete bei der Frühjahrstagung 2016 der DGK eine Sitzung aus, bei der in 4 Vorträgen ein Überblick über den aktuellen Stand der kardiovaskulären Hämostase und der antithrombotischen Therapie geboten wurde. Im ersten Vortrag wurde die Rolle der Thrombozyten auf die angeborene Immunantwort dargestellt, um eine pathophysiologische Einordnung aktivierter Thrombozyten bei inflammatorischen Gefäßerkrankungen zu ermöglichen. Das darauf folgende Referat gab einen Überblick über die antithrombozytäre Therapie im kardiogenen Schock, ein klinisch hoch relevantes Krankheitsbild, für das kaum Studiendaten vorliegen. Danach wurde in einem internationalen Gastvortrag die Interaktion zwischen Opiaten und P2Y12 Blockern diskutiert, eine in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnende Interaktion zweier elementarer Behandlungspfeiler des akuten Myokardinfarktes. Im letzten Vortrag wurde der Einfluß klinischer Risikofaktoren auf die Thrombozytenhemmung und ihr Auswirken auf mögliche klinische Ereignisse aufgegriffen. Der Zuspruch zu der Sitzung war trotz der frühen Lage im Programm am Mittwochnachmittag mit ca. 100 teilnehmenden KollegInnen überaus erfreulich.

Um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Arbeit zu fördern und für grundlagenwissenschaftliche und klinische Forschung in der Arbeitsgruppe 19 der DGK, „Kardiovaskuläre Hämostase und antithrombotische Therapie“, zu begeistern, richtete die AG 19 im Januar 2016 erstmals eine Winter School aus.

Die Veranstaltung fand am 15. und 16. Januar in Freiburg statt unter dem Oberthema „Atherothrombose“ und wird als wissenschaftlicher Workshop von nun an jährlich stattfinden. Für die erste Winter School hatte die AG19 vier thematische Schwerpunkte gesetzt, die für eine ausgewogene Mischung von klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Themen im Programm sorgen: „Antithrombotische Therapie und Antikoagulation“, „Thrombozyten und Atherothrombose“, „Thrombozytenfunktion“ und „Thrombozyten und Inflammation“.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag in den Präsentationen junger PostDocs und Doktoranden, deren beste Vorträge und Poster jeweils mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Als Gastredner mit dem Thema „KHK und ACS – Können wir auf Aspirin verzichten?“ war Prof. K. Schrör aus Düsseldorf eingeladen.

Organisation der Arbeitsgruppe:

In 2016 fanden keine Wahlen statt, Prof. Dr. Dirk Sibbing ist Sprecher der AG, Prof. Dr. Andreas Schäfer stellvertretender Sprecher sowie die Kollegen PD Dr. Ingo Ahrens, PD Dr. Philipp Diehl, Prof. Dr. Uwe Zeymer, Prof. Dr. Dietmar Trenk und Prof. Dr. Tobias Geisler umfassen den Nukleus der AG19.

Ein Ziel der AG ist, Mitglieder der DGK und insbesondere jüngere KollegInnen, die wissenschaftlich im Gebiet der kardiovaskulären Hämostase und antithrombotischen Therapie aktiv sind, für eine Mitgliedschaft und die aktive Mitarbeit in der AG19 zu gewinnen. Dieses Bestreben wird speziell auch durch die jährliche Winterschool vorangetrieben, wozu auch in 2016 die Vorbereitung der 2. Veranstaltung am 20./21. Januar 2017 gehörte, zu der sich nun 55 Teilnehmer einfanden.

Jahresplanung 2017/2018 der AG19 - Kardiovaskuläre Hämostase und antithrombotische Therapie

1. Die AG19 organisiert zur Frühjahrstagung 2017 eine Arbeitsgruppensitzung mit dem Titel „Update – antithrombotische Therapie in 2017“. Als Referenten haben Fr. Dr. Flierl (Hannover), Prof. Dr. Geisler (Tübingen), PD Dr. Ahrens (Freiburg) und Prof. Dr. Trenk (Bad Krozingen) zugesagt. Den Vorsitz haben die beiden Sprecher der AG.

2. Die AG19 wird zur Herbsttagung ebenfalls eine Arbeitsgruppensitzung mit klinisch relevanten Themen der antithrombotischen Therapie organisieren.

3. Nach der erfolgreichen 2. Winterschool im Januar 2017 wird die AG19 auch im Jahr 2018 eine Winterschool zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen jungen Postdocs und Doktoranden durchführen. Erfreulicherweise ist es in den beiden vorangegangenen Jahren gelungen, hierzu auch ein adäquates Industriesponsoring einzuwerben.